Kriegsbombe in Freiburg gefunden

Apotheke schließt sicherheitshalber

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Berlin -

Am Mittwoch wurde in Freiburg eine amerikanische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Diese soll am Samstag entschärft werden. Es steht die bisher größte Evakuierungsaktion in der Stadt seit Kriegsende an. Die Aeskulap-Apotheke in der Breisacher Straße grenzt nur knapp an die Sicherheitszone. Inhaberin Eva Maria Zähringer-Rumpel hat sich deshalb entschlossen, morgen nicht zu öffnen.

Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes konnten sich einen Überblick über den 500 Kilo schweren Sprengkörper verschaffen, der mehrere Meter tief auf einem großen Baugrundstück in der Lehener Straße gefunden wurde. Eine akute Gefahr besteht laut Pressemitteilung derzeit nicht. Die Zünder konnten identifiziert und gesichert werden.

Bevor die Bombe am Samstag endgültig entschärft werden kann, müssen aus Sicherheitsgründen Gebäude im Umkreis von rund 500 Metern um den Fundort evakuiert werden. Ab 7.30 Uhr morgens dürfen sich keine Menschen mehr in dem entsprechenden Gebiet aufhalten. Die Straßen in dem Sicherheitsradius werden von der Polizei abgesperrt. Davon sind etwa 4000 Anwohner:innen und sogar Teile der Uniklinik Freiburg betroffen.

„Wir sind alle etwas angespannt“

Die Apotheke von Eva Maria Zähringer-Rumpel liegt knapp an der Grenze des zu evakuierenden Umkreises. Eine Aufforderung, die Räumlichkeiten am Samstagvormittag ungenutzt zu lassen, hat sie nicht bekommen aber „die Freiheit nehme ich mir“, sagt die Inhaberin – „aus Sicherheitsgründen“, betont sie. Nachts um kurz nach Eins studierte sie noch den Evakuierungsplan und entschied sich letztendlich, ihren Betrieb für den morgigen Samstag zu schließen, da er nur wenige Meter außerhalb der Sicherheitszone liegt. Zudem werden sämtliche Straßen gesperrt sein.

Zähringer-Rumpel rechnet aufgrund der besonderen Situation damit, dass ohnehin kaum Patient:innen gekommen wären. So dicht an den Gefahrenbereich möchte man sich schließlich nicht begeben. Eine Mitarbeiterin, die sogar innerhalb der Evakuierungszone wohnt, wird am Wochenende die Stadt verlassen. Zähringer-Rumpel ist einigermaßen beruhigt: „Somit sind wir auf der sicheren Seite.“

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