Burgenland: Stipendien für Medizinstudenten

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Berlin -

Der Countdown läuft: Im Burgenland gehen in den nächsten zehn Jahren sieben von zehn Hausärzten in Pension. Der Ärztemangel ist keine Vision, er ist längst da: Schon jetzt sind die Arztpraxen überfüllt. Die Politik will nun mit Landarztstipendien entgegenwirken. Auch in Wien erwartet die Patienten nichts Gutes.

Das Burgenland ist schön: Herrliche Landschaft, wunderbares Landleben, hervorragende Weine. Und wenn man außerhalb der Ortschaften wohnt und keine Nachbarn haben möchte, hat man eben keine. Genau das ist das Problem: Jungen österreichischen Ärzten scheint ein Leben auf dem Land nicht sonderlich erstrebenswert. Wie Deutschland hat auch das Nachbarland Probleme, Mediziner dazu zu bewegen, Landarzt zu werden. Derzeit gibt es 142 Hausärzte im Burgenland, bis 2027 werden 98 von ihnen in Rente gehen.

Laut Plänen des burgenländischen Gesundheitslandesrates Norbert Darabos (SPÖ) sollen Medizinstudenten ein Stipendium in Höhe von 500 Euro pro Monat erhalten, wenn sie sich verpflichten, später mindestens fünf Jahre im Burgenland zu praktizieren. Das Stipendium soll 20 Studenten angeboten werden, das Burgenland auf diese Weise zur Modellregion für das ganze Land werden.

Denn auch andere österreichische Bundesländer kennen das Problem. In Wien soll sich der bereits bestehende Ärztemangel in den kommenden Jahren dramatisch verschärfen. Laut Zahlen des Forschungsinstitutes für Freie Berufe der Wirtschaftsuniversität Wien werden im Jahr 2030 zwischen 3000 und 4000 praktische und Fachärzte fehlen. Ein Blick in die statistische Zukunft verheißt nichts Gutes: Im Jahr 2025 kommen auf einen Allgemeinmediziner 3338 Patienten, auf einen Facharzt 2914 Patienten.

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