Lieferdienste

Mayd: Alle Städte bis Sommer abgedeckt

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Berlin -

Der Lieferdienst Mayd wächst: Bisher ist das Berliner Unternehmen in Kooperation mit Vor-Ort-Apotheken in 17 Städten aktiv. Wöchentlich kommen neue Orte dazu. „Im Sommer werden wir den städtischen Teil abgedeckt haben“, sagt Mitgründer Hanno Heintzenberg bei der Zukunftskonferenz VISION.A in Berlin

Mayd ist seit knapp neun Monaten im Markt. Das Unternehmen kooperiert mit Partner-Apotheken, die die Aufträge, die über die Mayd-App generiert werden, abarbeiten. Geliefert wird nicht über den Botendienst der Apotheke, sondern über die Mayd-Fahrer. Das Unternehmen verspricht, innerhalb von 30 Minuten zu liefern.

In zwei Monaten soll Mayd in 30 Städten aktiv sein. „Wir werden kein Großstadtphänomen bleiben“, so Heintzenberg. Dabei sei nicht geplant, mit allen Apotheken in einem Ort zusammenzuarbeiten, sondern es solle sichergestellt werden, dass ausreichend Auswahl möglich ist. Aktuell gebe es mehr als 100 aktive Apotheken, sagt Heintzenberg. Das Interesse der Vor-Ort-Partner sei groß: Auf der Warteliste stünde eine vielfach größere Zahl, die darauf warte, freigeschaltet zu werden. Mayd biete in Zusammenarbeit mit den Apotheken vor Ort das Produkt an, das dem gesellschaftlichen Trend aktuell gerecht werde. Das sei das Bedürfnis, Produkte schnell geliefert zu bekommen.

Plattform ohne Marketing funktioniert nicht

Heintzenberg betont, dass das Ziel sei, eine „bestmögliche Kundenerfahrung“ zu schaffen. Dafür sorge ein Team aus 600 Fahrer:innen sowie 150 Mitarbeiter:innen in Berlin, davon seien 70 für den IT-Bereich verantwortlich. Wichtig seien die Marketingaktivitäten des Unternehmens: „Es ist ein Fehlglaube zu denken, nur eine Plattform bauen zu müssen, dann kommen die Kunden von alleine“, sagt Heintzenberg. Mayd gebe mehrere Millionen aus, damit die Kundschaft auf die Plattform komme und dort kaufe. Der Marketingpunkt sei im Geschäftsmodell essentiell. Ab einem Warenwert von 25 Euro lohne es sich. Pro Tag gingen mehrere tausend Bestellungen ein. In weniger als drei Monaten soll in Österreich gestartet werden.

Das E-Rezept werde weiteren Schwung geben, ist er sich sicher. Langfristig sei das Potenzial deutlich größer, als viele vorhersehen. Der Online-Markt sei nicht der Markt der Versandapotheken. Ob Menschen E-Rezepte online einlösen sei auch in den Händen der vor Ort ansässigen Apotheken.

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