Solidaritätsaktion: Apotheker verschenkt Care-Pakete

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„Am Montag haben wir Pakte gepackt, Dienstag mit der Abgabe begonnen und bis Donnerstag waren schon 60 Stück weg“, erklärt Althoff. Das geht natürlich auch irgendwann ins Geld. „Ich habe bisher gesagt, bei 100 ist die Schmerzgrenze. Ich kann ja auch nicht von Luft und Liebe allein leben.“ Die Reaktionen auf die Aktion zeigen ihm aber, dass das Geld gut investiert ist: Nicht nur in den sozialen Medien erhielten Althoffs Apotheken das, was man neudeutsch einen Candystorm nennt, sondern auch vor Ort erhielt er „überwältigende Reaktionen“, wie er erzählt. „Es kamen schon Kunden herein und sagten, wir haben sie mit der Aktion als neue Stammkunden gewonnen. Sie würden jetzt ganz bewusst zu uns kommen, weil sie das so toll finden.“

Dass der Marketing-Effekt ganz erheblich ist und auch keine allzu kleine Rolle gespielt hat, sagt Althoff ganz offen. „Die Posts wurden online hunderte Male geteilt und auch hier vor Ort spricht sie die Aktion natürlich rum“, sagt er. „Ich habe vier Apotheken und bei hundert Paketen also tausend Euro pro Apotheke ausgegeben – mit so wenig Geld habe ich noch nie so viel Feedback erhalten.“

Dennoch: Eine reine Werbemaßnahme sei die Aktion keineswegs – vielmehr hoffe er, dass sich möglichst viele andere Apotheken seinem Beispiel anschließen. „Ich habe mich gefragt, warum nicht viel mehr Apotheker solche Pakete verschenken. Wenn das auch nur fünf Kollegen lesen und dasselbe machen, ist schon wieder hunderten Menschen geholfen worden“, sagt er. „Tue Gutes und sprich darüber“, sei seine Devise. „Außerdem macht es Spaß, Dankbarkeit ist doch immer noch der schönste Lohn.“

 

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