Panbio-Schnelltest: Für Säuglinge zugelassen

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Berlin -

Abbott hat für seinen Antigen-Schnelltest Panbio Covid-19 Antigen Selbsttest die CE-Kennzeichnung erhalten. Der Hersteller kann Leistungsdaten für Kinder und Jugendliche bis 15 Jahren vorweisen. Demnach kann der Laientest auch bei Säuglingen angewendet werden.

Der Panbio Test erhielt Anfang April die Sonderzulassung des BfArM als Laientest. Die Übergangsregelung dieses Sonderstatus läuft nach drei Monaten aus, sodass die In-vitro-Diagnostika-Hersteller ihre Tests nur durch Erhalt eines CE-Kennzeichens weiter vertreiben können. Abbott hat nun das Kennzeichen für den Panbio-Selbsttest bekommen. Das Besondere: Der Schnelltest ist bereits für Säuglinge zugelassen.

Abbott kann Leistungsdaten für die Anwendung des Panbio-Tests bei Kindern bis zum 15. Lebensjahr liefern. Der Laientest basiert auf dem gleichnamigen Panbio Covid-19 Antigen Schnelltest. Die Probennahme erfolgt mittels Nasenabstrichs. Bei symptomatischen Personen zeigte das In-vitro-Diagnostikum eine Spezifität von 99,8 Prozent und eine Sensitivität von 98,1 Prozent. Bei asymptomatischen Personen lag die Trefferquote etwas niedriger. Die Sensitivität sank auf 93,8 Prozent. Bei Kindern bis 15 Jahren zeigt der Panbio Selbsttest eine Sensitivität von 92,9 Prozent (bei PCR-Proben mit einem Ct-Wert unter 30).

Die Anwendung bei Kindern ist nur dann zuverlässig, wenn sie richtig durchgeführt wird. Demnach sollten die Tests bei Kindern unter 14 Jahren von den Eltern durchgeführt werden. Wie bei anderen gängigen Schnelltests erfolgt die Probennahme im vorderen Nasenbereich. Der Tupfer muss mit ausreichend Drucke mehrmals gedreht werden. Bei Säuglingen ist es wichtig die Anatomie zu bedenken: Die Nase ist um ein Vielfaches kleiner als bei Kindern. Die Tupferlänge kann mitunter nicht voll in die Nase eingeführt werden, ohne dass der vordere Nasenbereich verlassen wird. Eltern sollten den Kopf des Kindes so stützen, dass keine ruckartigen Bewegungen vollzogen werden können.

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