Humanes rekombinantes ACE2 gegen Covid-19

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Berlin - Neben einem Wirksamkeitsnachweis für bereits zugelassene Arzneimittel wie Resochin oder Kaletra arbeitet die Forschung auch an neuen Therapieoptionen gegen Covid-19. Am Institut für Molekulare Biotechnologie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (IMBA) untersucht man die Wirksamkeit von humanem rekombinanten ACE2 (hrACE2). Erste In-vitro-Ergebnisse seien vielversprechend.

Dr. Josef Penninger untersucht aktuell mit einem internationalen Team die mögliche Wirksamkeit des Enzyms ACE2 (Angiotensin Converting Enzym 2) bei Covid-19. Ein erster Therapieansatz wurde an Covid-19-infizierten Organoiden vorgenommen. Die ersten Ergebnisse der Studie werden von den Wissenschaftlern positiv bewertet. Die Wirksamkeit von humanem rekombinanten ACE2 (hrACE2) ließ sich an Zellkulturen und menschlichen Organoiden nachweisen.

Organoide

Als Organoide bezeichnet man winzige, organähnliche Strukturen, die aus menschlichen Stammzellen kultiviert werden. Mit Hilfe dieser Strukturen können Krankheiten modelliert werden – Infektionskrankheiten können studiert werden. Oragnoide eignen sich auch, um Medikamente im menschlichen Zellverband zu testen.

Am IMBA wird auch an Gehirn-Organoiden geforscht, somit können Wissenschaftler nachvollziehen, wie bestimmte Viren Fehlbildungen im Gehirn auslösen. In der aktuellen Studie werden Blutgefäß-Organoide sowie Nieren-Organoide verwendet. Das Team fand heraus, dass das Virus die Organoide direkt infizieren kann und sich somit in diesen Geweben repliziert. Hierdurch konnten wichtige Informationen über die Entwicklung der Krankheit erlangt werden. In der Klinik zeigt sich, dass schwere Fälle der Corona-Infektion mit Multiorganversagen und Anzeichen von Herz-Kreislauf-Schäden einhergehen – dies konnten die Forscher nun in vitro nachvollziehen.

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