Bayern: Russen investieren in Impfstoff-Werk

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Berlin -

Russland hat als erstes Land einen Corona-Impfstoff zugelassen. Doch auch bei Kooperationen rund um die Produktion der Vakzine ist das Land vorne mit dabei. Durch eine Kooperation mit AstraZeneca soll im ersten Quartal 2021 die Impfstoffproduktion in Bayern starten. Der russische Pharmakonzern R-Pharm investiert rund 20 Millionen in den Ausbau des Werkes. Noch steht in Illertissen ein Rohbau – in wenigen Monaten sollen hier bis zu 500 Millionen Einzeldosen pro Jahr vom Band gehen.

Der russische Pharmakonzern R-Pharm investiert in den Ausbau des aktuellen Rohbaus des Herstellungswerkes in Illertissen. Ziel ist es, bereits im ersten Quartal 2021 mit der Impfstoffproduktion zu beginnen. Produziert werden soll der sogenannte „Oxford-Impfstoff“ des Pharmariesen AstraZeneca, welcher aktuell noch den sperrigen Namen ChAdOx1 nCoV-19 (AZD1222) trägt. Derzeit befinden sich der Kandidat von AstraZeneca und der Universität Oxford in der klinischen Pase-III. Der Impfstoff werde aktuell in Großbritannien, Brasilien und Südafrika an insgesamt 20.000 Menschen getestet, berichtete Pollard. Auch in den USA soll das Vakzin erprobt werden. Der Wissenschaftler geht insgesamt von etwa 50.000 Personen aus, die den Impfstoff erhalten.

Der Impfstoff soll in hohen Zahlen bereits in wenigen Monaten produziert werden. Mit dem Impfstoff sollen dann über 30 Länder versorgt werden. Deutschland gehört nicht dazu. Vornehmlich sei das Präparat für die GUS-Staaten gedacht, so der Standortleiter Ivan Semenov. Ob auch Sputnik V zu einem späteren Zeitpunkt in den neuen Räumlichkeiten produziert und abgefüllt wird, sei noch offen.

Die Europäische Union hatte sich vergangene Woche das Recht zum Kauf von bis zu 400 Millionen Dosen des möglichen Impfstoffs von AstraZeneca gesichert. Der Vertrag mit dem Unternehmen ist unterschrieben, erklärte die EU-Kommission am vergangenen Donnerstag. Der noch nicht abschließend getestete Impfstoff könnte im Fall einer Zulassung für alle 27 EU-Staaten erworben und dann nach Einwohnerzahl und Bedarf verteilt werden. Die Verteilung wird jedoch nicht von Bayern aus stattfinden. Die Anzahl der endgültigen Produktionsstandorte ist noch ungeklärt.

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