Antikörper zeigen erneut Wirkung

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Berlin -

Vor etwa zwei Wochen konnte der Hersteller Lilly den Erfolg seines getesteten Antikörpers bei leichten und mittleren Erkrankungsverläufen von Covid-19 verzeichnen. Nun hat mit Regeneron ein weiterer Hersteller positive Daten für die Antikörper-Therapie bekanntgegeben.

Die Behandlung mit monoklonalen Antikörpern bei moderaten Covid-Verläufen scheint erfolgreich zu sein: Regeneron hat die beiden Antikörper „Regn10933“ und „Regn10987“ unter dem Namen „Regn-CoV2“ zusammengefasst und an ambulanten Patienten mit leichten bis mittelschweren Erkrankungen getestet. Das Ergebnis einer Zwischenanalyse: Die Viruslast konnte gesenkt werden, die Patienten erholten sich schneller.

Antikörper-Cocktail gegen Covid-19

Die Studie geht laut Hersteller nahtlos in die verschiedene Testphasen über. Untersucht werden zwei verschiedene Dosierungen: Die Probanden erhalten entweder eine einmalige Infusion von 8 g oder 2,4 g von Regn-CoV2 oder Placebo. Mehr als 2000 Patienten sollten in die aktuelle Studie einbezogen werden. Unter den ersten 275 Probanden wurde die Infektion durch einen Abstrich nachgewiesen. 64 Prozent wiesen einen oder sogar mehrere Risikofaktoren für einen schweren Covid-Verlauf auf. Die Patienten wurden in einem milden Erkrankungsstadium ambulant mit dem Antikörper behandelt. Knapp die Hälfte der Teilnehmer hatte bereits Antikörper gegen das Virus gebildet und war seropositiv, 41 Prozent waren seronegativ bei negativem Antikörpertest, bei 14 Prozent blieb der serologische Status unklar.

Am deutlichsten zeigte sich der Effekt der Behandlung bei Patienten mit besonders hoher Viruslast, bei denen der Körper noch keine eigenen Antikörper gegen Sars-CoV-2 entwickelt hatte. Bei seropositiven Patienten konnten zu Studienbeginn niedrigere Viruskonzentrationen nachgewiesen werden. Auch ohne Verabreichung des Antikörpers erholten sie sich schneller – im Durchschnitt nach sieben Tagen. Die Behandlung mit dem Antikörper-Cocktail zeigte nur wenig Wirkung. Seronegative Patienten hingegen verfügten über eine höhere Viruslast, sie brauchten insgesamt länger für eine Genesung – im Durchschnitt rund 13 Tage. Bei nasopharyngalen Abstrichen konnte die Viruslast deutlich verringert werden.

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