Ärztepräsident: Corona-Tests an Flughäfen sinnvoll

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Berlin - Momentan befinden sich die meisten deutschen Urlauber in Ländern, die nicht als Risikogebiet eingestuft sind. Gleichwohl kann dort eine erhöhte Ansteckungsgefahr mit Sars-CoV-2 bestehen. Zuletzt hatten ungezügelte Partys von Urlaubern ohne Maske und Abstand auf Mallorca für Schlagzeilen gesorgt. Reisende aus sogenannten Risikogebieten im Ausland sollen künftig unmittelbar nach Rückkehr in Deutschland auf das Coronavirus getestet werden. Dazu sollen an Flughäfen Teststellen eingerichtet werden. Die Bundesärztekammer unterstützt dieses Vorgehen und spricht sich für die Testungen am Terminal aus.

Reisende aus sogenannten Risikogebieten im Ausland sollen künftig unmittelbar nach Rückkehr in Deutschland auf das Coronavirus getestet werden. Dazu sollen an Flughäfen Teststellen eingerichtet werden. Eine entsprechende Empfehlung beschlossen die Gesundheitsminister der Bundesländer. Die Tests seien verpflichtend, hieß es.

Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, hat sich für die Einrichtung von Corona-Testzentren an Flughäfen ausgesprochen. „Die Corona-Pandemie ist noch nicht vorbei“, sagte Reinhardt der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Reinhardt begrüßte, dass sich die Gesundheitsminister von Bund und Ländern am Mittwoch bei einer Schaltkonferenz auf eine entsprechende Linie geeinigt hatten. An diesem Freitag wollen die Fachminister weiter beraten. Ein Gesamtpaket soll dann auch formal beschlossen werden.

Reinhardt sagte: „Der aktuelle, erneute Anstieg der Infektionszahlen in vielen europäischen Ländern zeigt, wie schnell auch bei uns die Pandemie wieder aufflammen kann.“ Darauf müsse Deutschland sich vorbereiten. «Testzentren an Flughäfen können helfen, eine zweite Corona-Welle nach den Sommerferien zu verhindern“, sagte Reinhardt. „Jeder, der aus einem Corona-Hotspot zurückkommt, sollte sich testen lassen“, so der Ärztepräsident. Das sei zwar nur eine Momentaufnahme. Aber es gelte, die Infektionsketten so früh wie möglich zu unterbrechen.

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