ApoVWG im Bundesrat

Protokollerklärung: PTA-Vertretung löst Probleme nicht

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Berlin -

Mecklenburg-Vorpommern spricht sich klar gegen die geplante PTA-Vertretung aus und wird eine Protokollerklärung zum Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz (ApoVWG) abgeben. „Inhabergeführte Apotheken sind die besten Apotheken”, so Ministerin Stefanie Drese (SPD) heute im Bundesrat.

Die Versorgung werde anspruchsvoller und der Fachkräftemangel nehme zu. Daher sei die Apothekenreform ein wichtiger Schritt, um die flächendeckende und wohnortnahe Versorgung langfristig zu sichern. Das Gesetz stärke die Apotheken vor Ort unter anderem in ihrer fachlichen Kompetenz, beispielsweise mit dem Ausbau der pharmazeutischen Dienstleistungen (pDL). Das Impfen in der Apotheke entlaste die Arztpraxen und verbessere die Versorgung der Bürger:innen durch einen niedrigschwelligen Zugang. Zudem bringe das ApoVWG mehr Flexibilität im ländlichen Raum, unter anderem durch die Einführung von vergüteten Teilnotdiensten, wie es sie in Mecklenburg-Vorpommern schon gebe.

„Die PTA-Vertretung löst strukturelle Probleme nicht, sondern weicht Grenzen auf und gefährdet die Versorgungsqualität.“ Daher werde Mecklenburg-Vorpommern eine Protokollerklärung zum Gesetz abgeben. Insbesondere bei komplexen pharmazeutischen Fragestellungen, der Wechselwirkungsprüfung und bei der Bewertung individueller Medikationsrisiken sei die Expertise von Apotheker:innen nötig. Inhabergeführte Apotheken seien die besten Apotheken.

Die Erhöhung des Fixums schaffe die notwendige Finanzierung und Planungssicherheit. Dies sei essenziell, um das flächendeckende Apothekennetz aufrechtzuerhalten.

Auch Dr. Andreas Philippi (SPD) begrüßte, dass die PTA-Vertretung nur zur Probe im ländlichen Bereich zulässig sei. Man werde genau hinschauen: Sie dürfe nicht zu einer strukturellen Schwächung der inhabergeführten Apotheke führen. Denn das würde sich nachteilig auf die Gesundheitsversorgung auswirken.

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