Nach wie vor lässt die Verordnung zur Änderung der Apothekenbetriebsordnung und weiterer Verordnungen auf sich warten – und damit auch das Skonto. Die Folgen bekommen Apotheken bereits zu spüren.
Zwar wurde der letzte Teil der Apothekenreform bereits am 10. Juli im Bundesrat beschlossen, mittlerweile hat auch die EU-Kommission grünes Licht gegeben. Doch noch wurde die Verordnung nicht im Bundesgesetzblatt veröffentlicht – möglicherweise, weil der neue Gesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) noch nicht vereidigt wurde.
Apotheken warten daher nach wie vor darauf, dass das Skonto auf verschreibungspflichtige Arzneimittel wieder zugelassen wird.
Einige Kolleginnen und Kollegen bekommen die Hängepartie unmittelbar zu spüren: Sanofi hatte im Juli bei den Bestellungen für seine Grippe- und Covid-Impfstoffe nämlich bereits mit der neuen Regelung kalkuliert: Apotheken konnten dabei wählen zwischen einem verlängerten Zahlungsziel von 45 Tagen oder einem Skonto in Höhe von 1,5 Prozent bei Zahlung innerhalb von 15 Tagen.
Das Angebot stand unter der aufschiebenden Bedingung, dass die Änderung der Arzneimittelpreisverordnung bis spätestens zum 12. August in Kraft tritt. „Tritt die Verordnung nicht bis zu diesem Zeitpunkt in Kraft, entfällt dieses Angebot ohne weitere Ankündigung: Sanofi ist in diesem Fall nicht an das Angebot gebunden“, heißt es von Unternehmensseite.
Sanofi hatte in dieser Woche mit der Auslieferung von Efluelda begonnen, sodass sich ältere Menschen zu Beginn der Impfsaison ab Oktober gegen Grippe impfen lassen können. Dagegen kommt Vaxigrip erst später.