Ein Inhaber ärgert sich über eine Retaxation. „Ich habe per Post eine Retaxation über 60 Cent erhalten“, berichtet er. Das Porto sei dabei teurer als die Kürzung selbst.
Die Gesellschaft für Statistik im Gesundheitswesen (GFS) hat die Apotheke am Eisstadion retaxiert. Martin Schüßler ärgert sich, weil der Wert der Retaxation nur 60 Cent beträgt. „Die GFS geht besonders sparsam mit unseren Geldern um“, ironisiert er die Situation.
„Ich habe per Post, sprich im Briefmarkenwert von 95 Cent, eine Retaxation über 60 Cent erhalten“, erklärt der Inhaber. „Nach meinem Einspruch habe ich abermals per Post die Ablehnung erhalten.“ Dafür sei wieder eine Briefmarke für 95 Cent nötig gewesen.
Bei der Retaxation handelte es sich um eine Herstellung für Dronabinoltropfen. „Die Rezeptur haben wir am 20. Februar 2025 zulasten der DAK abgegeben“, erklärt Schüßler. „Am 10.Oktober 2025 haben wir das erste Retaxschreiben der GFS dazu bekommen.“ Wegen der geringen Summe habe er zunächst auf einen Einspruch verzichtet.
„Im Zuge des Urteils habe ich alle unsere Rezeptur-Retaxationen neu aufgewickelt und neuen Widerspruch eingelegt“, berichtet er. Das betroffene Rezept sei auch dabei gewesen. „Der Widerspruch wurde nun abgelehnt, weil er zu spät eingelegt wurde“, ärgert sich Schüßler. „Somit bekomme ich die 60 Cent abgezogen, wofür die GFS extra 95 Cent aufgewendet hat, um mir das mitzuteilen“, erklärt er.
„Die erste Retaxation fand immerhin noch in einem Sammelpaket statt“, berichtet der Inhaber. Hierbei habe der Wert über 9 Euro betragen. „Da ist die Relation zwischen Aufwand und Nutzen noch gegeben“, betont Schüßler. Es sei kein Einzelfall gewesen. „Ich habe schon öfter solche kleinen Beträge abgezogen bekommen.“