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Medikationsplan: Das Phantom der Oper Silvia Meixner, 22.06.2017 14:13 Uhr



Die beste Möglichkeit der Datenübertragung im 21. Jahrhundert ist also der Patient, der seinen Medikationsplan in die Apotheke bringt. „Das ist derzeit so geplant“, bestätigt Seidling. Zudem soll der Patient seinen Medikationsplan im Idealfall auch „warten“, also dafür sorgen, dass er stets auf dem aktuellsten Stand ist. Im Idealfall hat er ein gutes Apotheker-Arzt-Duo an seiner Seite, denn die langfristige Betreuung des Medikationsplanes ist wichtiger Baustein zum Erfolg: „Es muss geklärt werden, wer wann verantwortlich dafür ist, den Plan zu aktualisieren und ihn neu auszudrucken“, fordert Seidling.

In einer Studie aus dem Jahr 2010, in deren Rahmen 1500 Patienten untersucht wurden, kam heraus, dass 22,7 Prozent einen Medikationsplan in Papierform hatten. Davon waren 60 Prozent vom Hausarzt ausgestellt, den Rest hatten Apotheker oder die Patienten selbst angelegt. Laut E-Health-Gesetz haben Kassenpatienten schon seit dem 1. Oktober 2016 das Recht auf die Erstellung eines Medikationsplanes auf Papier durch ihren Arzt. Sie müssen dafür über einen längeren Zeitraum drei oder mehr Arzneimittel gleichzeitig über einen längeren Zeitraum einnehmen.

In einem weiteren Projekt der Uni Heidelberg wurde ein Praxistest mit Placebo durchgeführt: „Es haben 90 Patienten teilgenommen, alles ältere und chronisch Kranke“, erklärt Seidling. „43 Prozent gelang es, die Beispielmedikation korrekt umzusetzen.“ Ihr Fazit: „Kein Patient wendet den Plan absichtlich falsch an, es ist offensichtlich ein Instrument, das noch nicht gut genug ist.“

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