Deutscher Ärztetag

Ärzte wollen mehr Geld für Medikationsplan APOTHEKE ADHOC, 26.05.2017 12:32 Uhr

Berlin - Erst haben die Ärzte die Apotheker beim zum 1. Oktober 2016 eingeführten neuen Medikationsplan ausgegrenzt. Dann haben sie das mit den Krankenkassen ausgehandelte Honorar als „1€-Job“ kritisiert. Und jetzt verlangt der Deutsche Ärztetag nach nur acht Monaten eine Überarbeitung und mehr Geld. In einem Beschluss fordern die Mediziner eine „dringend erforderliche Nachbesserung“, weil die praktische Umsetzung „hoch problematisch“ sei.

Im Rahmen der Debatte zur Digitalisierung forderte der Ärztetag die Bundesärztekammer (BÄK) auf, die zwischen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und dem Deutschen Apothekerverband (DAV) getroffene Vereinbarung zum Bundes-Medikationsplan (BMO) neu zu verhandeln. Eine Nachbesserung sei „dringend“ erforderlich, heißt es im Antrag II-39.

Es geht vor allem um den Ärger in den Praxen. Die Software ist unzureichend und wurde von vielen Anbietern spät in die Praxen gespielt. Daher heißt im Beschluss, die Umsetzung sei „in den meisten Fällen hoch problematisch und angesichts des erforderlichen Zeitaufwandes und technischer wie auch organisatorischer Mängel in den meisten Praxen kaum durchführbar“. Die Software sei „unvollständig, fehlerhaft und umständlich“ und erschwere die Arbeit in den Praxen „enorm“.

Nach wie vor unzufrieden sind die Ärzte mit der Honorierung. Im Oktober hatte bereits Hausärztechef Ulrich Weigelt passiven Widerstand angekündigt: „Der Medikationsplan wird in dieser Form nicht erfolgreich sein. Denn als schriftliches Dokument ist er relativ sinnlos“, sagte Weigelt: „Das ist ein 1-Euro-Job. Das läuft auf passiven Widerstand der Hausärzte hinaus.” Pro Jahr erhalten die Ärzte 163 Millionen Euro für die Erstellung der Medikationspläne.

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
Markt

Pharmakonzerne

Bayer verkauft Dr. Scholl’s»

Digitalisierung

Österreichische Technik für deutsche ePA»

Pharmakonzerne

USA: Sanofi will OTC-Switch für Tamiflu»
Politik

Arzneimittelfälschung

BMG-Website: Spahn löscht Lunapharm-Aussagen»

Kommentar

Kasse kondoliert mit Retax»

DocMorris/Apo-Rot

BasisApotheker: Kartellamt soll Daten offen legen»
Internationales

Amazon

NHS bietet Sprechstunde bei Alexa»

Marektingmethoden

Reckitt: Milliardenstrafe wegen Suboxone»

Nach Wirksamkeitsstudie

Frankreich streicht Homöopathie auf Rezept»
Pharmazie

AMK-Meldung

Ausflockung: Aripiprazol beta muss zurück»

Bakterielle Infektionen

Antibiotikagabe: Zu oft und zu lange»

Asthma und COPD

Hexal bringt Airbufo Forspiro»
Panorama

Psychische Erkrankungen bei Jugendlichen

Mehr Depressionen durch Facebook und Netflix?»

Rx-Versandverbot

Kammer Hessen unterstützt Bühler Petition»

Feldapotheke statt Offizin

Leitfaden für „Katastrophenpharmazie“»
Apothekenpraxis

Briefkasten am Rathaus

Apothekerin überzeugt Kammer von Rezeptsammelstelle»

Temperaturkontrolle

Keine Klimaanlage: Apotheke muss schließen»

Temperaturfibel

Diese Apothekerin macht Kollegen hitzefest»
PTA Live

PTA-Ausbildung

Durchgefallen: Erfolg im zweiten Anlauf»

Weinkönigin

PTA-Schülerin und Majestät»

Gesangswettbewerb

Revoice of Pharmacy: Die Jury tagt»
Erkältungs-Tipps

Erkältungen in der warmen Jahreszeit

Mythos Sommergrippe»

Frische Brise

Erkältet durch die Klimaanlage»

Superinfektionen

Tonsillitis: Hochansteckende Halsentzündung»
Magen-Darm & Co.

Magen-Darm-Beschwerden

Appetitlosigkeit: Von harmlos bis gefährlich»

Motilitätsstörungen

Sodbrennen: Wenn sich die Magensäure verirrt»

Unverträglichkeiten

Beratungstipps bei Nahrungsmittelallergien»
Kinderwunsch & Stillzeit

Schwangerschaft

Das erste Trimester: Von der Befruchtung bis zur Organentwicklung»

Frühschwangerschaft

B-Vitamine: Geheimwaffe für Schwangere»

Familienplanung

5 Tipps zum Kinderwunsch»