Medikationsplan bringt Ärzten 163 Millionen Euro

, Uhr

Berlin - Krankenkassen und Ärzte haben sich auf den letzten Metern auf ein Honorar für den Medikationsplan geeinigt. Für die Erstellung und Aktualisierung bekommen die Mediziner ab dem 1. Oktober Geld, für das kommende Jahr sind in der Summe rund 163 Millionen Euro veranschlagt.

Johann-Magnus v. Stackelberg, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des GKV-Spitzenverbandes, und Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), erklärten schriftlich: „Wir begrüßen es, dass wir als gemeinsame Selbstverwaltung eine Lösung gefunden haben. Insbesondere für die Einführung des neuen Medikationsplans wurde nun die entscheidende Grundlage gelegt.“

Nach der heutigen Einigung auf Bundesebene werden nun in den kommenden Wochen weitere Verhandlungen zur regionalen Umsetzung und gegebenenfalls zu regionalen Anpassungen zwischen den 17 Kassenärztlichen Vereinigungen und den Vertretern der Krankenkassen geführt.

Eigentlich hätten sich KBV und GKV-Spitzenverband bis zum 30. Juni auf einen Punktwert im Einheitlichen Bewertungskatalog (EBM) einigen müssen, aus dem sich am Ende die Vergütung ergibt. Die Vorstellungen lagen jedoch so weit auseinander, dass schon mit der Schiedsstelle gedroht wurde.

APOTHEKE ADHOC Debatte

Mehr zum Thema

Förderung für Landärzt:innen
60.000 Euro: KV fördert Praxisgründung »
Ärzt:innen gegen Modellprojekt in Rheinland-Pfalz
Impf-Apotheken: „Riskante und unnötige Parallelwelt“ »

Mehr aus Ressort

Kammerpräsident lobt Apotheker:innen
„Apotheke vor Ort? Einfach geil!“ »
Weiteres