Pharmahandelskonzerne

DocMorris verschwindet aus Italien, Schweden und Irland Benjamin Rohrer, 26.10.2012 13:11 Uhr

Berlin - Aus Italien, Schweden und Irland wird die Marke „DocMorris“ in den kommenden Jahren verschwinden: In den drei Ländern gibt es derzeit rund 130 Apotheken mit dem grünen Kreuz, die dem Pharmahandelskonzern Celesio gehören. Die Standorte könnten im Rahmen des geplanten europäischen Apothekennetzwerkes eine neue Marke erhalten. Zunächst gilt jedoch eine Übergangsfrist, während der die Apotheken die Marke weiter verwenden dürfen. Wie lange das sein wird, wollte ein Konzernsprecher nicht verraten.

2009 hatte Celesio die Marke in Irland ausgerollt: In einem Vorort von Dublin eröffnete damals die erste DocMorris-Apotheke außerhalb Deutschlands. Celesio hatte bereits zuvor 70 Standorte in Irland unter dem Namen „Unicare“ betrieben. Nach und nach wurden 40 Apotheken umgeflaggt.

Ein Jahr später bekamen auch die ersten Celesio-Apotheken in Italien das grüne Kreuz: In Italien ist der Fremdbesitz eigentlich untersagt. Insbesondere in Nord- und Mittelitalien besitzen die Kommunen sogenannte „Kommunalapotheken“, die der Staat ursprünglich hielt, um die Arzneimittelversorgung sicherzustellen. Bis heute hat Celesio den Kommunen 162 dieser Standorte abgekauft. 15 davon laufen unter der Marke „DocMorris“, davon acht in Mailand.

Einen Sonderfall stellen Dr. Nico Cappellotto und seine Apotheke im norditalienischen Vicenza dar: Als erster Pharmazeut Italiens hatte Cappellotto im April einen Franchise-Vertrag abgeschlossen und seine Offizin zur DocMorris-Apotheke gemacht.

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