Apothekerin im Clinch mit der Sparkasse

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Berlin -

Wenn eine Bank in diesen Zeiten ihre Vertragsbedingungen ändert, kommt für ihre Kunden selten etwas Gutes dabei heraus. So müssen sich auch die Kontoinhaber bei der Sparkasse Vorpommern ab 1. September auf neue Gebühren einstellen. Erika Meding, Inhaberin der Recknitz-Apotheke im an der Ostsee gelegenen Ribnitz-Damgarten, kann den Kurs der Sparkasse nicht nachvollziehen. Die Apothekerin ärgert sich vor allem über die fehlende Kompromissbereitschaft des Geldhauses.

Deutschland ist und bleibt ein Land der Barzahler. Für die gut 16.000 Geschäftstreibenden, die ein Konto bei der Sparkasse Vorpommern haben, ist dies aktuell von Nachteil. Denn die Sparkasse erhöht ab September die Gebühren für die Ausgabe von Geldrollen. Pro Rolle sind dann 50 Cent fällig. Viel zu viel, wie Meding findet. Als lokal agierendes Geldinstitut solle die Sparkasse die Geschäftsleute vor Ort unterstützen statt ihnen zusätzliche Gebühren aufzuerlegen.

Die Sparkasse Vorpommern zeige jedoch keine Verhandlungsbereitschaft für ihre Geschäftskunden. Die Argumente seitens der Bank seien die erwarteten: „Die Sparkasse sagt uns, sie muss mit den Gebühren ihre Verdienstausfälle infolge der niedrigen Zinsen ausgleichen“, so Meding, die die Recknitz-Apotheke seit 1991 leitet. Das Ausgeben von Geldrollen ist dabei nicht die einzige Maßnahme, die zum 1. September in Kraft tritt.

Auch das Einzahlen von Bargeld wird bei Sparkasse Vorpommern künftig teurer. „Wer sich mühsam 100 Euro angespart hat, muss davon gleich mal fünf Euro wieder abgeben, wenn er das Geld zur Bank bringt“, berichtet Meding. Ihrer Ansicht nach verfehlt die Sparkasse mit der aktuellen Preispolitik ihren eigentlichen Zweck: „Sie sollte eigentlich die Bank für das Volk sein. Stattdessen macht sie alles auf Kosten des Volkes.“

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