Rahmenvertrag: Die wichtigsten Neuregelungen

Teil 3: Wer sind die vier Preisgünstigsten? Nadine Tröbitscher, 18.06.2019 09:49 Uhr

Berlin - Bei der Arzneimittelabgabe gilt es die Abgaberangfolge einzuhalten. Nummer 1 ist stets der Rabattpartner der Kasse. Liegt jedoch kein Rabattvertrag vor oder kann nicht entsprechend geliefert werden, ist bei einer Verordnung im generischen Markt eine Versorgung mit einem der vier preisgünstigsten Arzneimittel vorgesehen. Aber wer sind eigentlich die vier Günstigsten?

Anders als bislang müssen ab dem 1. Juli bei der Rezeptbelieferung nicht die drei, sondern die vier preisgünstigsten Arzneimittel berücksichtigt werden. Zuvor konnten abgegeben werden die „drei preisgünstigsten Arzneimittel und im Falle der Aut-idem-Ersetzung zusätzlich das namentlich verordnete Arzneimittel […] oder ein importiertes Arzneimittel“. Ab 1. Juli ist die Abgabe des namentlich verordneten Arzneimittels nur noch möglich, wenn es zu den vier günstigsten zählt oder bei einer Verordnung im generischen Markt ein Austausch durch den Arzt ausgeschlossen wurde.

Die vier preisgünstigsten Arzneimittel sind abzugeben, wenn kein Rabattvertrag vorliegt oder der Rabattpartner nicht lieferbar ist. Das abgegebene Arzneimittel darf jedoch nicht teurer sein als das verordnete, denn dieses stellt die Preisobergrenze dar. Ist keines der Arzneimittel im zulässigen Auswahlbereich lieferbar und muss oberhalb der Preisgrenze versorgt werden, muss die Apotheke mit dem Arzt Rücksprache halten und darf mit dessen Zustimmung das nächste höherpreisige Arzneimittel nach dem namentlich verordneten liefern.

Die vier preisgünstigen Arzneimittel können in unterschiedliche Preisstufen eingeteilt werden; somit kann der Auswahlbereich unterschiedlich groß ausfallen. Unter den verschiedenen Preisstufen ist von der günstigsten auszugehen. Fallen in diese Stufe mehrere Arzneimittel, kann zwischen diesen frei gewählt werden. Schließt diese bereits vier Arzneimittel oder mehr ein, stehen auch nur diese Präparate zur Auswahl.

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