Rückblick Neuzulassungen

Das sind die neuen Krebsarzneimittel 2018 Nadine Tröbitscher, 29.12.2018 09:49 Uhr

Berlin - Die Zahl der Neueinführungen 2018 ist überdurchschnittlich hoch. 36 Arzneimittel mit neuen Wirkstoffen wurden in diesem Jahr auf den Markt gebracht. Der Zehnjahresdurchschnitt liegt laut Forschenden Pharma-Unternehmen (vfa) bei 32. Ein Drittel der neuen Arzneimittel werden gegen Krebserkrankungen eingesetzt. Das sind die Innovationen und Hoffnungsträger 2018 im Bereich Onkologie.

Imfinzi (Durvalumab, AstraZeneca) ist zugelassen zur Monotherapie des lokal fortgeschrittenen, inoperablen, nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC Stadium III). Das Arzneimittel ist ausschließlich für Erwachsene eine neue Therapieoption, deren Tumoren PD-L1 in ≥ 1 Prozent der Tumorzellen exprimieren und deren Krankheit nach einer platinbasierten Radiochemotherapie nicht fortgeschritten ist. Durvalumab ist ein humaner monoklonaler Antikörper, der gegen PD-L1 gerichtet ist und die Interaktion von PD-L1 mit PD-1 und CD80 auf T-Zellen blockiert. So kann der immunsuppressiven Wirkung der Tumorzellen entgegengewirkt und eine Immunreaktion ausgelöst werden.

Kymriah (Tisagenlecleucel, Novartis) ist für die Behandlung der die B-Zellen betreffenden akuten lymphatischen Leukämie (ALL) bei Kindern und jungen Erwachsenen sowie des diffusen großzelligen B-Zell-Lymphoms (DLBCL) bei Erwachsenen zugelassen. ALL und DLBLC sind bestimmte Arten von Non-Hodgkin-Lymphomen (NHL). Das DLBCL ist mit drei von fünf Fällen das häufigste aggressive NHL. Die Gentherapie hat bereits seit 2014 den Status Orphan Drug und wird als Infusionsdispersion auf den Markt kommen. Es handelt sich um eine chimäre Antigenrezeptor (CAR)-T-Zelltherapie für die die T-Zellen des Patienten zunächst gesammelt und anschließend mittels Gentechnik so modifiziert werden, das diese ein neues Gen enthalten, das Lymphomzellen angreift und tötet.

Lutathera (Lutetium Oxodotreotid, Advanced Accelerator Applications) ist zugelassen für die Behandlung von nicht operablen oder metastasierenden, gut differenzierten gastroenteropankreatischen neuroendokrinen Tumoren (GEP-NETs) bei Erwachsenen, die positiv bezüglich des Somatostatin-Rezeptors vom Subtyp 2 (SST2) sind. Das radioaktiv markierte Peptid des Herstellers Advanced Accelerator Applications (AAA) besitzt eine hohe Affinität zum SST2, der auf malignen Tumorzellen überexprimiert ist. Auf die benachbarten gesunden Zellen hat der Arzneistoff eine begrenzte Wirkung. Das Arzneimittel trägt den Status Orphan drug.

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