Schweiz  

Großhandelsmarge: Kassen misstrauen Apotheken APOTHEKE ADHOC, 22.11.2018 09:26 Uhr

Berlin - Auch in der Schweiz macht man die steigenden Medikamentenkosten für die Kostenexplosion im Gesundheitswesen verantwortlich. Sparmaßnahmen sind an der Tagesordnung. Nun wird in einem Bericht Apotheken und Pharmagroßhandel vorgeworfen, entsprechende Bemühungen zu torpedieren. Stattdessen wollten sie den Vertrieb für Medikamente massiv verteuern.

Aktuell befindet sich eine Verordnungsänderung beim Bundesamt für Gesundheit (BAG) in der Vernehmlassung, was dem deutschen Stellungnahmeverfahren entspricht. Es geht um eine Anpassung der Zuschläge auf Medikamente, wobei vor allem der Vertriebsanteil gesenkt werden soll. Mögliche Einsparungen werden auf rund 50 Millionen Franken beziffert.

Doch es hätten auch mindestens 147 Millionen Franken sein können. Das berichtet die Sonntagsausgabe des Schweizer Blick. Nach Informationen der Zeitung hätten Pharmagroßhändler mit Unterstützung der Apotheker beim BAG erwirkt, dass sie statt 4,5 künftig 7 Prozent auf die Preise draufschlagen dürfen. Einer der Gründe, mit denen sie ihre Forderung untermauerten, sei, dass die Medikamentenpreise ab Fabrik stark gesunken seien. Darum bräuchten sie eine höhere Marge, um die Kosten für ihre Logistik zu decken.

Diese Argumentation bezeichnete der Krankenkassenverband Santésuisse im Bericht als „Humbug“. In Deutschland betrage die Marge bloß 3,15 Prozent. Es gebe keinerlei Rechtfertigung dafür, dass die Logistik alleine so viel koste. „Die Transportkosten sind in den letzten Jahren eher gesunken als gestiegen“, ließ der Verband verlauten und rechnete vor, dass der Betrag zugunsten des Großhandels genau um jene 100 Millionen steigen werde. „Auf Kosten der Prämienzahler wird Geld verdient – ohne Mehrleistung zu bieten“, sagen die Krankenkassen.

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