Allergie

Heuschnupfenmittel in der Schwangerschaft APOTHEKE ADHOC, 16.05.2019 13:33 Uhr

Systemische Behandlung:

Die Substitution von Folsäure hat auch hier ihre Vorteile: Patienten und Patientinnen mit einem hohen Folatspiegel im Blut hatten ein geringeres Immunglobulin E (IgE)-Antikörper-Level und damit seltener an Allergien oder Atemproblemen gelitten. Das zeigte eine Studie der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore. Immunglobulin E spielt auch bei Heuschnupfen eine Rolle: Es veranlasst den Körper, Histamin auszuschütten und führt so zu den bekannten allergischen Beschwerden. Natürlich spricht auch nichts gegen eine Kombination der Folsäure-Substitution und der Einnahme eines Antihistaminikums, solange dies mit dem behandelnden Arzt abgeklärt ist.

Loratadin ist Mittel der Wahl im Rahmen der Selbstmedikation und Cetirizin und Dimetinden vorzuziehen. Loratadin kann in allen Phasen der Schwangerschaft eingenommen werden. Für den Arzneistoff liegen Untersuchungen zu mehr als 5000 Schwangerschaften vor, für Cetirizin sind es mehr als 1300. Außerdem können das gerade aus der Verschreibungspflicht entlassene Levocetirizin und das rezeptpflichtige Desloratadin angewendet werden. Weil der Erfahrungsumfang jedoch gern ist, ist Loratadin bevorzugt anzuwenden.

Kombinationen aus Cetirizin beziehungsweise Triprolidin mit Pseudoephedrin sind in der Schwangerschaft kontraindiziert und sollten auch in der Stillzeit möglichst nicht angewendet werden.

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