Arzneimittelsicherheit

Securpharm: Alle bereit?! APOTHEKE ADHOC, 07.02.2019 09:59 Uhr

Berlin - Mit Spannung fiebern die Apotheken dem Samstag entgegen: Denn am 9. Februar startet Securpharm. Während die Projektpartner mit einer gewissen Anlaufphase rechnen, geben sich die Lieferanten der Apotheken optimistisch. Jetzt mit den Kollegen austauschen: „Securpharm – Wie bereitet ihr euch vor?“ Im LABOR von APOTHEKE ADHOC.

Auch der pharmazeutische Großhandel sei gesetzlich verpflichtet, bestimmte Arzneimittel zu überprüfen, erklärt der Phagro. Dazu gehörten auch alle Medikamente, die von Apotheken an den Großhandel zurückgegeben werden, genauso wie alle Arzneimittel, die sie nicht direkt vom Hersteller oder dessen Logistikdienstleister beziehen. Zusätzlich werde jede Charge eines verschreibungspflichtigen Arzneimittels vom Großhandel dokumentiert. Ingesamt hätten die Firmen in den vergangenen Jahren Millionen in die aufwändige Anpassung ihrer internen Prozesse und Softwaresysteme sowie in die Anschaffung neuer technischer Anlagen investiert.

„Damit leisten die Phagro-Mitgliedsunternehmen einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der legalen Lieferkette und zum Schutz der Patienten vor Fälschungen“, sagt der Verbandschef Dr. Thomas Trümper. Eine Anstrengung, die sich gelohnt habe: Die Mitgliedsunternehmen seien bereit, ab dem 9.Februar ihre Verpflichtungen zum Fälschungsschutz zu erfüllen.

Auch die Reimporteure sehen kein Problem. Nach Jahren der gemeinsamen Entwicklung und der Testung in der Pilotphase sei man „vorbereitet und startklar“, so der Verband der Arzneimittel-Importeure Deutschlands (VAD). Um die Vorgaben aus der EU-Fälschungsrichtlinie und der EU-Kommission zu erfüllen, seien auch hier Millionen an Euro, Zeit und Know-how der Spezialisten investiert worden.

Allerdings seien die Importeure in ihrer Doppelrolle bei der Kontrolle und Ausbuchung der bezogenen EU-Importware sowie der Einbuchung der umgekennzeichneten Medikamente für die deutsche Vertriebskette auf korrekte und vollständig gemeldete Datensätze der Hersteller angewiesen. „Alle Beteiligten sind aufgefordert, alles daran zu setzen, dass der zusätzliche Schutz der legalen Lieferkette pünktlich und reibungslos starten kann.“

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