Pankreastumore

Zanosar: Ende des Einzelimports Nadine Tröbitscher, 21.02.2019 07:57 Uhr

Pankreatische neuroendokrine Tumore zählen zu den seltenen Erkrankungen. Die Diagnose lässt sich aufgrund der diffusen Symptome nur schwer stellen. Dennoch wird die Erkrankung jährlich bei ein bis zwei Patienten unter 100.000 Menschen diagnostiziert. „Als Anbieter von Spezialpharmazeutika haben wir unser Arzneimittelportfolio in den vergangenen Jahren auf ausgewählte Therapiefelder fokussiert, darunter die Onkologie. Die Zulassung von Zanosar in Deutschland folgt diesem Ansatz. Wir erleichtern damit einer kleinen, aber wachsenden Patientengruppe – beziehungsweise ihren behandelnden Ärzten – den Zugang zu einem Wirkstoff, der sich als Behandlungsstandard für diese besondere Form der neuroendokrinen Tumoren etabliert hat“, sagt Riemser CEO Konstantin von Alvensleben.

Die Dosierung von Zanosar richtet sich nach der Körperoberfläche. Möglich sind zwei Schemata, eines über einen Zeitraum von drei und eines über sechs Wochen. Bei Letzterem erhalten die Betroffenen 500 mg/ m² pro Tag als intravenöse Gabe an fünf aufeinanderfolgenden Tagen alle sechs Wochen. Die Therapie wird bis zum Erreichen des maximalen Nutzens oder bis zur behandlungslimitierenden Toxizität fortgeführt.

Im Fall des Drei-Wochen-Schemas erhalten die Patienten 500 mg/ m² pro Tag als intravenöse Gabe an fünf aufeinanderfolgenden Tagen im ersten Zyklus. Anschließend wird mit 1000 mg/ m² pro Tag jede dritte Woche in den Folgezyklen weiterbehandelt. Die Dauer der intravenösen Infusion sollte zwischen 30 Minuten und vier Stunden liegen.

Häufig auftretende Nebenwirkungen unter Zanosar sind gastrointestinale sowie Nierenfunktionsstörungen. Antiemetika können unerwünschte Arzneimittelwirkungen wie Übelkeit in Schach halten. Generell sind gastrointestinale Störungen nicht lebensbedrohlich. Sie können jedoch in schweren Fällen Ursache eines Therapieabbruchs sein. Nierenfunktionsstörungen unter Zanosar können zwar schmerzfrei können aber potentiell schwerwiegend sein. Außerdem kann Streptozocin eine Hyperglykämie verursachen.

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