Komplementärmedizin

Uni Tübingen bekommt Globuli-Professur APOTHEKE ADHOC, 03.11.2018 14:04 Uhr

Berlin - An der Universität Tübingen wird der erste Lehrstuhl für „Naturheilkunde und Integrative Medizin“ in Baden-Württemberg eingerichtet. Das hat das grün-schwarze Regierungskabinett beschlossen. Der Lehrstuhl für Komplementärmedizin ist bereits jetzt umstritten, Homöopathie-Kritiker befürchten, dass er der akademischen Aufwertung von Globuli & Co. dienen soll.

Mit der Kabinettsentscheidung wurde eine Vereinbarung aus dem Koalitionsvertrag von 2016 umgesetzt. Darin heißt es, dass die grün-schwarze Landesregierung unter Ministerpräsident Winfried Kretschmann die Forschung im Bereich der Komplemtärmedizin fördern wolle: „Ziel ist es, dass alternative Heilmethoden langfristig in die Normalversorgung integriert und in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung aufgenommen werden“, steht da im Kapitel Gesundheitsversorgung.

Dass der Lehrstuhl in Tübingen, an einer der renommiertesten Universitäten der Republik, eingerichtet wird, wurde nun per Kabinettsbeschluss festgelegt. Dass er der Universität angegliedert wird, heißt aber nicht, dass er auch in der Studentenstadt unterkommt: Seinen Sitz wird er nämlich am Stuttgarter Robert-Bosch-Krankenhaus haben. Auch das Geld kommt von der Robert-Bosch-Stiftung, zumindest in den ersten fünf Jahren. Die langfristige Finanzierung stelle die Landesregierung sicher, wie sie mitteilt.

Bis der Lehrstuhl den Lehr- und Forschungsbetrieb aufnimmt, wird aber noch ein knappes Jahr ins Land gehen. Die Einrichtung des Lehrstuhls befinde sich „noch in einer sehr frühen Phase“, wie die Universität Tübingen auf Anfrage mitteilt: Zuerst wird die Fakultät einen Konzeptvorschlag vorlegen, dieser geht dann den regulären Weg durch die Gremien der Universität und des Universitätsklinikums. Danach muss das baden-württembergische Wissenschaftsministerium die Professur genehmigen und erst dann wird sie ausgeschrieben und das übliche Berufungsverfahren durchgeführt. „Mit einer Besetzung vor dem Herbst 2019 ist deshalb nicht zu rechnen“, so eine Sprecherin.

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