Nahrungsergänzung

Fresh-up: Magnesiumsalze Alexandra Negt, 06.09.2019 14:14 Uhr

Neben den meist hochdosierten Nahrungsergänzungsmitteln gibt es Arzneimittel mit niedrigeren Konzentrationen. Diese verschreibt der Arzt bei diagnostiziertem Magnesiummangel. Je nach Stärke und Dauer des Mangels erfolgt die Einnahme ein- bis mehrmals täglich. Gerade Gynäkologen verordnen häufig Magnesium mit 100 mg je abgeteilter Form, um den erhöhten Bedarf in der Schwangerschaft auszugleichen. Darüber hinaus findet der Mineralstoff Einsatz beim Kardiologen für Patienten mit Herzrhythmusstörungen und Herzinsuffizienz.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, einen täglichen Bedarf von 300 bis 400 mg Magnesium zu decken. Männer benötigen demnach mehr Magnesium als Frauen und Jugendliche mehr als Ältere. Schwangere haben mit 310 mg keinen erhöhten Bedarf, dieser steige lediglich in der Stillzeit auf 390 mg, so die DGE. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt die Supplementation von maximal 250 mg pro Tag, aufgeteilt in zwei Einzeldosen.

Das Muskel- und Anti-Stress-Mineral ist das vierthäufigste Kation im menschlichen Körper und zu etwa 95 Prozent intrazellulär zu finden. Mehr als die Hälfte befindet sich in den Knochen und etwa 30 Prozent in den Muskeln. Im Falle eines Mangels kann der Körper auf die oberflächlichen Apatitkristalle der Knochen zugreifen. Aufgenommen wird Magnesium durch passive Diffusion im oberen Dünndarm.

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