Securpharm

Wie läuft die Fertigarzneimittelprüfung ab? APOTHEKE ADHOC, 04.02.2019 14:44 Uhr

Berlin - Am 9. Februar startet das System zur Verbesserung der Arzneimittelsicherheit Securpharm. Ob und wie sich die Handlungsweisen in den Apotheken mit Securpharm verändern werden, ist noch unklar. Betroffen sind auch die Abläufe der Fertigarzneimittelprüfung. Die passende Informationsbeilage für Kunden findet ihr im Downloadbereich vom LABOR. 

Um Patienten noch besser vor gefälschten Arzneimitteln in der legalen Lieferkette zu schützen, startet in ein paar Tagen Securpharm. Dann muss nahezu jedes verschreibungspflichtige Arzneimittel zwei Sicherheitsmerkmale tragen: Neben dem individuellen Data-Matrix-Code muss auch ein Erstöffnungsschutz in Form einer Perforation oder eines Siegels vorhanden sein. Dieser Schutz bereitet derzeit einigen Apotheken Sorgen hinsichtlich der Fertigarzneimittelprüfung.

Es ist sicher, dass Apotheker wie bisher die mit dem Erstöffnungsschutz versehene Packung zu Prüfzwecken öffnen dürfen, wenn sie die Packung nach positiver Prüfung entsprechend kennzeichnen. Laut Securpharm ist derzeit noch nicht absehbar, ob es diesbezüglich auch eine Änderung der Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO) geben wird. Das alleinige Prüfen von OTC-Präparaten ist in diesem Fall keine Lösung, da in den Leitlinien der Bundesapothekerkammer (BAK) zur Qualitätssicherung festgelegt ist, dass alle in der Apotheke vorrätig gehaltenen Fertigarzneimittel sowie aus dem Wareneingang geprüft werden müssen.

In einem Kommentar zur Leitlinie heißt es: „Für den Fall, dass zur Beurteilung der einwandfreien Qualität der Originalitätsverschluss zerstört werden musste, ist der Patient über die Hintergründe aufzuklären. Die Bundesapothekerkammer hat dafür einen Text erarbeitet, der dem geprüften Arzneimittel beigefügt werden kann und dem Patienten die Hintergründe erläutert. Er kann entsprechend modifiziert auch für apothekenpflichtige Medizinprodukte verwandt werden.“

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