Semaglutid

USA: Ozempic-Fälschungen im Umlauf

, Uhr
Berlin -

Die US-amerikanische Arzneimittelbehörde Food and Drug Administration (FDA) warnt die Öffentlichkeit vor gefälschtem Ozempic, das in den US-Arzneimittelbestand gelangt ist. Ärzt:innen und Patient:innen sollen ihre vorrätigen Produktverpackungen überprüfen. Betroffen sind die Chargennummern NAR0074 und die Seriennummer 430834149057. Einige dieser gefälschten Produkte könnten möglicherweise noch zum Kauf angeboten werden, erklärt die FDA.

Gemeinsam mit dem Ozempic-Hersteller Novo Nordisk untersucht die FDA „tausende Einheiten“ des 1-mg-Injektionsprodukts. Zur Identität, Qualität und Sicherheit der Medikamente liegen noch keine Informationen vor. Es wurde bestätigt, dass die Pen-Nadeln und Etiketten Fälschungen sind. Ebenso sind die Begleitinformationen für medizinische Fachkräfte und Patient:innen nicht echt. Das gleiche gilt für die Umkartons.

„Die FDA nimmt Berichte über mögliche gefälschte Produkte ernst und arbeitet eng mit anderen Bundesbehörden und dem Privatsektor zusammen, um zum Schutz der Arzneimittelversorgung des Landes beizutragen. Die Untersuchung der FDA ist noch nicht abgeschlossen. Wir arbeiten eng mit Novo Nordisk zusammen, um weitere in den USA gefundene, mutmaßlich gefälschte Semaglutid-Injektionsprodukte zu identifizieren, zu untersuchen und zu entfernen“, so die FDA in ihrer Mitteilung.

Medikament dringend überprüfen

Patient:innen werden gebeten, Ozempic nur mit einem gültigen Rezept zu kaufen. Sie dürfen es nur in staatlich anerkannten Apotheken erwerben. Bevor sie Ozempic benutzen, müssen sie das Medikament auf Fälschungen prüfen. Echte und gefälschte Produkte zeigen Unterschiede in der Verpackung der Pen-Nadel. Ein klarer Hinweis ist die Papierlasche, die die Nadel bedeckt: Bei echten Produkten steht dort „Novofine“, bei gefälschten Produkten aber „Novofine plus“.

Newsletter
Das Wichtigste des Tages direkt in Ihr Postfach. Kostenlos!

Hinweis zum Newsletter & Datenschutz

Neuere Artikel zum Thema
Mehr aus Ressort
Ärztestreik wegen neuer Ausbildungspläne
Südkorea: Regierung droht mit Zulassungsentzug
Reaktion auf geplante Erhöhung der Studienplätze
Südkorea: Ärztestreit bedroht Patientenversorgung

APOTHEKE ADHOC Debatte