Westfalen-Lippe

PTA-Ausbildung entzweit Kammer und Verband APOTHEKE ADHOC, 17.06.2015 10:18 Uhr

Berlin - Die Politik zieht sich in Nordrhein-Westfalen (NRW) aus der Finanzierung der PTA-Ausbildung zurück und die Apotheker sollen einspringen. Nur wie? Derzeit werden verschiedene Modelle diskutiert. Am Montag waren die Kammerpräsidenten Gabriele Overwiening (Westfalen-Lippe) und Lutz Engelen (Nordrhein) zu einem weiteren Gespräch bei Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Bündnis 90/Die Grünen). In Westfalen-Lippe ist das Thema derweil zum Zankapfel zwischen Apothekerkammer und -verband geworden. Bei der heutigen Kammerversammlung dürfte sich die Stimmung entladen.

Bislang – zuletzt für den Jahrgang 2013/2015 – wurde die PTA-Ausbildung mit monatlich 73 Euro pro Schüler vom Land unterstützt. Rund 10 Prozent der Kosten von insgesamt etwa 300 Euro im Monat pro Schüler kamen außerdem von den Apothekerorganisationen. Den Großteil der Ausbildungskosten zahlen die PTA-Schüler selbst: rund 200 Euro pro Monat. Die Höhe der Gebühren unterscheidet sich je nach Schule.

Da das Land seine Förderung komplett gestrichen hat, mussten vielerorts die Schulgelder erhöht werden. Die Apotheker befürchten, dass nun noch weniger Nachwuchs nachrückt. Auch die Qualität der Absolventen dürfte kaum steigen, wenn sich die besten Schulabgänger attraktivere Ausbildungsplätze aussuchen können, bei denen sie nicht auch noch Geld mitbringen müssen.

Ein Lösungsvorschlag der Apotheker sah vor, die Ausbildung der angehenden PTA umzustellen: Bei dem sogenannten Verzahnungsmodell sollte das Praktikum auf die gesamte Ausbildungszeit verteilt werden, statt wie bislang am Stück nach der schulischen Ausbildung abgeleistet zu werden. Die Schüler würden pro Woche etwa neun Stunden in der Apotheke arbeiten. Die Ausbildungskosten sollten die Apotheken übernehmen und den Schülern außerdem ein Taschengeld zahlen. Die Ausbildungszeit soll weiter zweieinhalb Jahre betragen.

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