Neuer Tarifvertrag: 200 Euro mehr

Wegen Mindestlohn: Mehr Geld für Apothekenteams

, Uhr aktualisiert am 07.01.2022 12:18 Uhr
Berlin -

Apothekenmitarbeiter:innen bekommen mehr Geld: Die Gewerkschaft Adexa und der Arbeitgeberverband Deutscher Apotheken (ADA) haben sich vor dem Hintergrund der bevorstehenden Mindestlohnerhöhung auf sofortige Gehaltserhöhungen geeinigt. Apotheker:innen und PTA bekommen 200 Euro mehr pro Monat, PKA sogar 225 Euro mehr. Im kommenden Jahr gibt es noch einmal 3 Prozent mehr. Die Übersicht gibt es auch als Download.

Apothekenmitarbeiter:innen können sich bald quer durch alle Berufs- und Berufsjahrgruppen über mehr Gehalt freuen. Der Anlass ist jedoch alles andere erfreulich: Eine PTA erhält momentan laut Adexa-Tariftabelle 2149 Euro Monatsbrutto in den ersten beiden Berufsjahren, eine PKA sogar nur 1868 Euro. Eine PKA-Einsteigerin liegt damit bei 10,90 Euro Stundenlohn – und somit deutlich unterhalb der geplanten neuen Mindestlohngrenze von 12 Euro.

Eine Anpassung der Tarifverträge musste also her und die Adexa hat das in Angriff genommen, bevor der neue Mindestlohn beschlossen ist. Damit die PKA-Gehälter stets über dem Mindestlohn liegen, wurde nun in allen Berufsjahrgruppen eine Anhebung um 225 Euro vereinbart. Der Lohn steigt damit um 10 bis 12 Prozent. Gerade junge PKA liegen dann aber trotzdem nur knapp über dem neuen Mindestlohn.

Die Anhebung machte auch eine Anpassung bei den anderen Berufsgruppen notwendig, um das Gehaltsgefüge beizubehalten. Deshalb erhalten alle anderen Berufsgruppen eine pauschale Erhöhung um 200 Euro. Auch die Ausbildungsgehälter wurden angepasst, im Durchschnitt um rund 7 Prozent angehoben.

Adexa und ADA haben sich nach eigenen Angaben bereits am Mittwoch auf zwei neue Gehaltstarifverträge geeinigt, von denen der erste rückwirkend zum 1. Januar in Kraft tritt, der zweite zum 1. Januar 2023. Dann steigen die Gehälter durchweg noch einmal um 3 Prozent.

Bei PKA in den ersten Berufsjahren fällt die Gehaltserhöhung natürlich am höchsten aus: Hier stehen am Monatsende bis zu 12 Prozent mehr auf dem Konto. Aber auch in der höchsten Gruppe ab dem 14. Berufsjahr beträgt die Steigerung auf nun 2512 Euro noch 9,8 Prozent.

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