Tausende Masken lagern in Apotheken

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Insgesamt sehen die Apothekenleiter:innen die positiven Aspekte: So bestätigen aus dieser Gruppe mehr Teilnehmer, dass die Aktion das Ansehen der Apotheke gesteigert hat. Die Angestellten sind da weniger euphorisch und sehen mit großer Mehrheit (78 Prozent), dass die Verteilaktion den normalen Geschäftsbetrieb beeinträchtigt hat. Abgesehen vom Honorar allerdings offenbar ohne positive Nebeneffekte: Nur knapp jeder fünfte Befragte gab an, dass durch die Maskenaktion Zusatzverkäufe generiert wurden.

Trotzdem spricht sich eine Mehrheit von 63 Prozent dafür aus, dass es aufgrund der verschärften Maskenpflicht eine Verstetigung der Maskenabgabe mindestens bis zum Jahresende geben sollte. Die Inhaber:innen rechnen eher nicht damit, dass es an den letzten Tagen der aktuellen Verteilaktion erneut zu einem größeren Ansturm auf die Apotheken kommen wird. Die Coupon-Einlösung war schon in den vergangenen Wochen stark rückläufig.

69 Prozent finden die Maßnahme des Bundesgesundheitsministeriums, mit Hilfe von Coupons über Vor-Ort-Apotheken FFP2-Schutzmasken an Anspruchsberechtigte zu verteilen, gut. 62 Prozent stimmen sogar der Aussage zu, dass die Aktion viele Apotheken wirtschaftlich gerettet hat. 57 Prozent finden aber auch, dass es besser gewesen wäre, staatlich gefördert Masken für 1 Euro an alle abzugeben. Und 29 Prozent befürchten, dass es im Nachhinein noch Kontrollen oder Ärger wegen der Abrechnung geben könnte.

An der aposcope-Umfrage nahmen am 12. April 2021 insgesamt 302 Apothekenleiter:innen, angestellte. Approbierte und PTA teil.

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