Gefahrstoffe: Gewusst wie!

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Abseits davon dürfen laut Gefahrstoffüberwachungsgesetz (GÜG) Stoffe, die missbräuchlich für die Herstellung von Sprengstoffen verwendet werden können, nur abgegeben werden, wenn ihr erlaubter Verwendungszweck sorgfältig geprüft wurde. Für Natriumchlorat, Kaliumchlorat und -perchlorat gibt es keinen legalen Verwendungszweck für Privatabnehmer.

Das GÜG unterscheidet hierbei in drei Kategorien. In Kategorie 1 aufgelistete Stoffe wie Safrol, Ephedrin und Lysergsäure dürfen nur an Personen mit Erlaubnis abgegeben werden. Bei Stoffen der Kategorie 2 ist eine Endverbleibserklärung einzuholen, dazu gehören Essigsäureanhydrid, Anthranilsäure und Kaliumpermanganat. Bei Salzsäure, Diethylether, Aceton und anderen Stoffen der Kategorie 3 ist lediglich der Verwendungszweck zu prüfen.

Interessant für Apotheker, PTA und PKA könnte sein, dass im GÜG noch weitere Stoffe aufgeführt werden, bei denen der Endverbleib geklärt werden muss, sofern sie ins Ausland exportiert werden, wie etwa Aceton und Salzsäure.

Die ChemVerbotsV regelt zudem die Abgabe nicht nur von Substanzen, die dem GÜG unterliegen, sondern auch allgemein, wer was wie abgeben darf. Ziel ist es, eine Schädigung von Mensch und Umwelt zu verhindern. Zu diesen in Anlage 1 der ChemVerbotsV aufgeführten Chemikalien gehören Bittermandelöl, Bleiacetat und Kupfersulfat.

Außerdem dürfen bestimmte kanzerogene, mutagene oder reproduktionstoxische Stoffe (CMR) wie Quecksilber- und Bleiverbindungen, Chloroform, Ammoniumnitrat oder Dichlorethan, 2-Naphthylamin nicht abgegeben werden.

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