Entzündete Insektenstiche: Zwischen Kühlen und Kortison | APOTHEKE ADHOC
Mehr als nur Juckreiz

Entzündete Insektenstiche: Zwischen Kühlen und Kortison

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Berlin -

Sobald die Temperaturen wärmer werden, häufen sich die Insektenstiche: Neben Bienen- und Wespenstichen führen auch Bremsen- oder Mückenstiche immer häufiger zu Problemen. Oft suchen Betroffene Hilfe in der Apotheke. Was kann bei einem entzündeten Stich helfen und wann sollten Betroffene zum Arzt/zur Ärztin?

Nach einem Insektenstich kann es durch vermehrte Histaminausschüttung zu einer vorübergehenden Schwellung und Rötung des umliegenden Hautareals kommen. Außerdem kann sich eine mit Flüssigkeit gefüllte Quaddel bilden. Diese Reaktionen sind vollkommen normal und gehen in der Regel innerhalb weniger Stunden oder Tage zurück.

Manchmal können die Symptome jedoch ungewöhnlich stark ausgeprägt sein: Durch Kratzen oder den Stich selbst können Erreger in die Wunde gelangen und zu einer Entzündung führen. Ein unnötiges Anfassen der Einstichstelle sollte daher unbedingt vermieden werden. Vor der Behandlung sollten die Hände daher gründlich gewaschen werden, um eine Verunreinigung zu vermeiden.

Wenn der Stich zu Problemen führt

Kommt es trotz aller Sorgfalt zu einer Entzündung, klagen Betroffene oft über Schmerzen, außerdem ist die Stelle meist stark gerötet, geschwollen und warm. Je nach Lage, kann die Bewegung von Extremitäten eingeschränkt sein – beispielsweise an den Fingern oder im Knöchelbereich. Außerdem kann die Stelle druckempfindlich sein und stark spannen. In schweren Fällen kann sich Eiter an der Einstichstelle bilden.

Meist sind Insektenstiche – abseits von anaphylaktischen Reaktionen – hierzulande harmlos. Unbehandelt können jedoch verschiedene Komplikationen drohen:

  • oberflächliche Hautentzündung
  • Entzündung des Bindegewebes
  • Haarwurzelentzündung
  • Lymphbahnenentzündung
  • Blutvergiftung (Sepsis)

Eine ungewöhnlich starke Reaktion auf einen Insektenstich sollte immer behandelt werden. Im Zweifelsfall sollte ein Arztbesuch erfolgen!

Kühlen, kühlen, kühlen

Sind die Symptome nur leicht ausgeprägt, können sie meist in der Selbstmedikation behandelt werden. Ein wichtiger Bestandteil der Behandlung ist das Kühlen: Mit einer Kalt-Warm-Kompresse aus dem Kühlschrank (nicht Eisfach!) oder einem kühlen Umschlag kann die betroffene Stelle mehrfach täglich gekühlt werden. Dadurch werden Schwellung und Überhitzung gelindert und der Juckreiz geht zurück.

Kortison gegen die Entzündung

Neben antiallergischen Gelen mit Dimetindenmaleat kommen bei entzündeten Stichen vor allem kortisonhaltige Cremes zum Einsatz, die sich positiv auf den Entzündungsprozess auswirken. Freiverkäuflich sind Präparate mit Hydrocortison bis zu einer Konzentration von 0,5 Prozent erhältlich. Stärkere Dosierungen oder andere Wirkstoffe müssen vom Arzt/von der Ärztin verordnet werden. Auch eine Anwendung im Wechsel ist denkbar, um die Reaktion in den Griff zu bekommen. Dabei sollte die jeweilige Höchstdosis beider Präparate beachtet werden.

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