Schadenersatz

Abgabefehler: Darf der Chef das Gehalt kürzen? APOTHEKE ADHOC, 29.08.2018 10:23 Uhr

Berlin - Im Apothekenalltag passieren Fehler, meist arbeitet das Team dann gemeinsam daran, Schlimmeres zu verhindern. Aber was ist, wenn der Chef den Standpunkt vertritt, dass seine Mitarbeiter für mögliche finanzielle Folgen einstehen müssen? Können etwa Retaxationen vom Gehalt abgezogen werden?

Im Grundsatz ist der Apothekeninhaber für den ordnungsgemäßen Geschäftsbetrieb verantwortlich. Er muss beispielsweise über die Regelung von Verantwortlichkeiten, Strukturen und Abläufen gewährleisten, dass Fehler möglichst gar nicht erst passieren können. Daher wird bei der Frage nach der Schuld eines Mitarbeiters in der Regel zuerst geprüft, ob der Inhaber ein sogenanntes Organisationsverschulden selbst zu verantworten hat.

Aber auch wenn einem Mitarbeiter tatsächlich ein Fehler zuzuschreiben ist, ist die Arbeitnehmerhaftung beschränkt. Denn Pannen gehören zum allgemeinen Betriebsrisiko. Der Inhaber muss in einem möglichen Gerichtsverfahren beweisen, dass sein Angestellter arbeitsvertragliche Pflichten verletzt hat und dass dadurch ein konkreter Schaden verursacht wurde.

Wenn ein Fehler aus Versehen passiert ist, obwohl der Mitarbeiter sorgfältig gearbeitet hat, liegt eine leichte Fahrlässigkeit vor. In solchen Fällen, die praktisch jedem passieren können und die nur geringfügige und zu entschuldigende Pflichtverstöße bedeuten, gibt es keine persönliche Haftung, heißt es von der Apothekergewerkschaft Adexa.

Anders sieht es bei einer sogenannten mittleren Fahrlässigkeit aus. Dabei wird abgewogen, wie schwer das Verschulden oder wie hoch der entstandene Schaden ist und wie sich der Mitarbeiter zuvor verhalten hat. Erst bei grober Fahrlässigkeit oder Vorsatz muss der Arbeitnehmer für einen Teil des Schadens oder für den vollen Betrag haften.

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