Wiederholungsrezept: Der Countdown läuft

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Berlin - In einer Woche ist es soweit! Am 1. März tritt die Regelung zum Wiederholungsrezept in Kraft. Ärzte dürfen dann chronisch Kranken die Dauermedikation so verordnen, dass mit ein und demselben Rezept mehrere Abgaben möglich sind. Noch immer sind viele Fragen offen.

Der Deutsche Apothekerverband (DAV) und der GKV-Spitzenverband sowie die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) stecken noch in den Verhandlungen zum Wiederholungsrezept. Verankert ist dieses im Masernschutzgesetz. Findet sich rechtzeitig keine Einigung, scheint das Chaos vorprogrammiert.

Das sind die bekannten Fakten:

  • Wiederholungsrezepte können ein Jahr nach Ausstellungsdatum beliefert und zu Lasten der Kasse abgerechnet werden.
  • Gedacht sind die Rezepte für chronisch Kranke.
  • Der Arzt legt die Gültigkeitsdauer fest. Kommt er dem nicht nach, ist das Rezept drei Monate gültig.
  • Die Verordnung muss vom Mediziner als Wiederholungsrezept gekennzeichnet werden.
  • Das verordnete Arzneimittel darf einmal plus drei Wiederholungen in jeweils derselben Packungsgröße geliefert werden.
  • Das Wiederholungsrezept gilt nur für verschreibungspflichtige Medikamente und nicht für Tierarzneimittel.
  • Das Rezept darf erst abgerechnet werden, wenn keine weitere Abgabe auf dessen Grundlage mehr möglich ist.

Dabei ergeben sich folgende Fragen:

  • Wie das Rezept gekennzeichnet werden soll, ist noch unklar.
  • Was passiert, wenn sich während des Gültigkeitszeitraums der Rabattvertrag der Kasse oder der Preis des Arzneimittels ändert? Oder wenn sich der Zuzahlungsstatus des Versicherten ändert?
  • Da das Rezept erst nach kompletter Belieferung möglich ist: Was ist, wenn der Patient vorher stirbt? Was, wenn das den finanziellen Ruin für die Apotheke bedeutet?

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