Scholz als Kanzlerkandidat gehandelt

, Uhr
München -

Rückendeckung für Vizekanzler Olaf Scholz aus Bayern: Für SPD-Landeschefin Natascha Kohnen soll der amtierende Bundesfinanzminister bei der Bundestagswahl Kanzlerkandidat der Sozialdemokraten werden. „Ich kenne Olaf Scholz als klug und besonnen, und er hat signalisiert, dass er es kann“, sagte sie.

Für Kohnen liegt der nächste Schritt zunächst aber bei Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans. „Unsere beiden Parteivorsitzenden müssen sich jetzt im Sommer zusammensetzen und die Frage der Kanzlerkandidatur besprechen, danach braucht es dann eine gemeinsame Teamentscheidung“, sagte Kohnen. Bereits bei den Beratungen zum Konjunkturpaket in der Corona-Krise hätten Scholz, Esken und Walter-Borjans gezeigt, dass sie sehr gut zusammenarbeiten könnten. „Das ist eine Dreierkombination, die viel erreichen kann.“

Die Frage, ob die SPD angesichts schlechter Umfragewerte von nur 14 Prozent überhaupt noch einen Kanzlerkandidaten aufstellen solle, stelle sich ihr nicht, sagte Kohnen. „Ja, natürlich brauchen wir das. Die Umfragewerte verändern sich heute schnell.“ Zudem werde es bei der Bundestagswahl im kommenden Jahr auch für die Union keinen „Merkel-Bonus“ mehr geben. Für Kohnen ist die Ausgangslage für die SPD daher gar nicht so schlecht: „Das wird ein komplett offenes Rennen. Die Corona-Krise hat viel verändert, Scholz hat sich in der Zeit viel Respekt erarbeitet.“

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte bereits vor längerer Zeit angekündigt, bei der Wahl nicht mehr antreten zu wollen. Wer für die Union als Kanzlerkandidat ins Rennen gehen wird, ist noch nicht entschieden.

Newsletter
Das Wichtigste des Tages direkt in Ihr Postfach. Kostenlos!

Hinweis zum Newsletter & Datenschutz

APOTHEKE ADHOC Debatte

Neuere Artikel zum Thema
Mehr zum Thema
Lauterbach hat große Erwartungen an Impfpflicht
Dittmar: Herdenimmunität erst bei 95 Prozent »
Mehr aus Ressort
Podcast NUR MAL SO ZUM WISSEN
Karl, der Mal-sehen-wie-Große »
Mehr Transparenz in der Lieferkette
EMA bekommt Engpass-Datenbank »
Streit um das Millionenprojekt
LAV-Beitrag: 50 Euro pro Monat für Gedisa »
Weiteres
Podcast NUR MAL SO ZUM WISSEN
Karl, der Mal-sehen-wie-Große»
Mehr Transparenz in der Lieferkette
EMA bekommt Engpass-Datenbank»
Streit um das Millionenprojekt
LAV-Beitrag: 50 Euro pro Monat für Gedisa»
Suspension und Kapseln
Sildenafil in der Pädiatrie»
„Der Betriebsablauf darf nicht gestört werden“
Angestellte abwerben: Das ist nicht erlaubt»
Report Mainz über Impfpassfälschungen
Apotheken im Fadenkreuz von Impfgegnern»
Dosierung, bedenkliche Stoffe, Preis
Retaxgefahr Rezeptur»
Rechtliche und pharmazeutische Aspekte
Grauzone: Abgabe von mehreren OTC-Packungen»