Rx-Versandverbot

Basisapotheker bei Dittmar APOTHEK ADHOC, 03.12.2016 09:41 Uhr

Berlin - Apotheker lassen derzeit nichts unversucht, die SPD für ein Rx-Versandhandelsverbot zu gewinnen: Bei Gesundheitspolitikerin Sabine Dittmar gaben sich in den letzten beiden Wochen Apotheker sprichwörtlich die Klinke in die Hand. Mit ABDA-Präsident Friedemann Schmidt und mit Kammerpräsidentin Gabriele Regina Overwiening (Westfalen-Lippe) tauschte sie sich aus. Dittmar traf sich auch mit einer „Basis“-Apothekerdelegation zu einem einstündigen Gespräch über die Konsequenzen des EuGH-Urteils. Offen blieb aber erneut, wie sich die SPD-Bundestagsfraktion zum Rx-Versandverbot stellt.

Am Gespräch mit Dittmar nahmen Gunnar Müller, Apotheker aus Detmold und Mitglied der Fraktion Basis-Apotheker in der Kammerversammlung der Apothekerkammer Westfalen-Lippe, sowie die Berliner Apothekerin Dr. Kerstin Kemmritz und Christiane Patzelt aus Legebruch teil. Organisiert wurde das Treffen von Thomas Brongkoll, Geschäftsführer von Pharseo, und dem SPD-Bundestagsabgeordneten Ulrich Hampel aus Dülmen.

Alle Beteiligten waren sich schnell darüber einig, dass die Struktur der deutschen Apotheken mit ihren vielfältigen fachlichen wie gemeinwohlorientierten Aufgaben als integraler Bestandteil des täglichen Lebens nahe an den Wohnorten der Bevölkerung erhalten bleiben muss. Es gelte nun, die im Rahmen der Umsetzung des EuGH-Urteils anstehenden Entscheidungen möglichst zügig zu treffen.

Damit sollen nicht nur die negativen Folgen für die wohnortnahen deutschen Apotheken in Form eines ruinösen Preiswettbewerbes abgewendet, sondern auch das solidarische Krankenversicherungssystem und die damit verbundene schnelle, zuverlässige und persönliche Arzneimittelversorgung und –beratung der Bevölkerung gesichert werden, so Müller.
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