Rx-Versandverbot

Politbasar: Versand, Veto und Vertraulichkeit Lothar Klein, 27.01.2017 11:58 Uhr

Berlin - Ohne greifbares Ergebnis ist die gestrige Informationsrunde mit Gesundheitspolitikern der Koalitionsfraktionen, der ABDA und dem Bundesverband Deutscher Versandapotheken (BVDVA) zum Rx-Versandverbot zu Ende gegangen. Es gab nach Angaben von Teilnehmern weder inhaltliche noch politische Positionierungen oder Festlegungen. Allerdings seien neue und interessante Argumente ausgetauscht worden.

Das auf eine Stunde angesetzte Treffen dauerte schließlich 120 Minuten. Es habe viele interessante Hinweise zur Diskussion gegeben. Eine Fortsetzung der Gespräche in dieser Runde wurde nicht vereinbart – auch wenn SPD-Fraktionsvize Karl Lauterbach twitterte: „Erste von vielen Diskussion zum Thema.“

Lauterbach hatte gemeinsam mit CDU/CSU-Fraktionsvize Georg Nüßlein eingeladen. Mit dabei waren die gesundheitspolitischen Sprecher von CDU und SPD, Maria Michalk und Hilde Mattheis, sowie die beiden Arzneimittelexperten Michael Hennrich und Sabine Dittmar. Für die Apotheker saßen ABDA-Präsident Friedemann Schmidt, der Präsident der Bundesapothekerkammer (BAK), Dr. Andreas Kiefer, Hauptgeschäftsführer Sebastian Schmitz und Justiziar Lutz Tisch in der Runde. Der BVDVA war in Person von Verbandschef Christian Buse (Mycare) vertreten.

Alle Teilnehmer hätten ausreichend Gelegenheit erhalten, ihre Argumente vorzustellen, hieß es anschließend. Wie es jetzt mit dem Rx-Versandverbot weitergeht, blieb daher offen. Die neuen Argumente und Hinweise müssten jetzt bewertet werden. Auf Fraktionsebene würden voraussichtlich vor der nächsten Sitzungswoche keine Entscheidungen fallen, hieß es aus der SPD.

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