Debatte

Organspende: Widerspruchsregelung im Bundestag

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Berlin -

Braucht es neue Regeln, um mehr lebensrettende Spenderorgane wie Nieren und Lebern zu organisieren? Im Bundestag gibt es zu dieser schwierigen ethischen Frage eine offene Debatte noch ohne Beschlüsse.

Der Bundestag befasst sich am Donnerstag mit möglichen neuen Wegen, um zu mehr dringend benötigten Organspenden in Deutschland zu kommen. Eine fraktionsübergreifende Abgeordnetengruppe strebt dafür die Einführung einer Widerspruchsregelung an. Das hieße, dass Erwachsene automatisch als Organspender nach dem Tod gelten – außer, man widerspricht aktiv. Bisher ist für Entnahmen eine ausdrückliche Zustimmung nötig. In der Debatte geht es vorerst nur um eine allgemeine Aussprache ohne Beschlüsse.

Im vergangenen Jahr hatten 985 Menschen ein Organ oder mehrere Organe nach dem Tod für andere frei gegeben, wie die koordinierende Deutsche Stiftung Organtransplantation ermittelte. Dies war der höchste Stand seit 2012. Zugleich standen Ende 2025 aber weiterhin 8200 Menschen auf Wartelisten. Ein erster Anlauf für eine Widerspruchsregelung war 2020 gescheitert.

Am späten Abend will der Bundestag außerdem ein „Recht auf Reparatur“ beschließen. Hersteller von Waschmaschinen, Mobiltelefonen, Tablets oder E-Bikes werden damit gesetzlich verpflichtet, ihre Produkte während der üblichen Lebensdauer zu einem angemessenen Preis zu reparieren.

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