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Linke fragen nach Valsartan: Antwort ohne Wert APOTHEKE ADHOC, 18.07.2018 15:08 Uhr

Berlin - Sie hatte nur eine Frage zum Valsartan-Skandal. Doch Apothekerin und Gesundheitsexpertin der Fraktion Die Linke, Sylvia Gabelmann, musste eine Woche auf die Antwort der Bundesregierung warten. Neue Erkenntnisse brachten die Ausführungen jedoch nicht.

Gabelmann wollte in einer schriftlichen Frage von der Bundesregierung wissen: „Welche Informationen hat die Bundesregierung bezüglich der Verunreinigung des Blutdruckmittels Valsartan mit dem wahrscheinlich krebserregenden Stoff N-Nitrosodimethylamin?“ Außerdem wollte die Apothekerin wissen, welche Maßnahmen die Bundesregierung für notwendig hält, „um im Einvernehmen mit den europäischen Mitgliedsstaaten sowie den Behörden der Bundesländer Schwachstellen bei der Überwachung und Kontrolle der Produktion von Arzneimitteln und Grundstoffen für Medikamente zu beseitigen und sicherzustellen, dass gesundheitsgefährdende Verunreinigungen wie jetzt im Falle von Valsartan zukünftig nicht mehr jahrelang unentdeckt bleiben können“.

Neue Erkenntnisse bringt die Antwort auf die Anfrage von Gabelmann nicht. Die Fakten sind bereits bekannt. Im Großen und Ganzen bleibt die Anfrage unbeantwortet. So heißt es: „Ende Juni 2018 wurde die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) über eine produktionsbedingte Verunreinigung des Wirkstoffes Valsartan des chinesischen Herstellers Zhejiang Huahai Pharmaceuticals informiert."

Und weiter: Bei der Verunreinigung handelt es sich um N-Nitrosodimethylamin; dieser Stoff ist von der Internationalen Agentur für Krebsforschung der Weltgesundheitsorganisation und der Europäischen Union als wahrscheinlich krebserregend beim menschen eingestuft.“ Die EMA untersuche derzeit in Zusammenarbeit mit den Behörden der Mitgliedsstaaten das Ausmaß der Verunreinigung und die möglichen Auswirkungen für die Patienten, vermeldet die Bundesregierung.

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