Entwurf in den kommenden Tagen

Lauterbach: Weniger Geld für XL-Apotheken

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Berlin -

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) will offenbar noch vor Weihnachten den Entwurf für seine Apothekenreform vorlegen. Ziel sei es, das Honorar von großen auf kleine Apotheken umzuverteilen, kündigte er vor Vertreterinnen und Vertretern des GKV-Spitzenverbands an.

Er wolle Gesetze machen, die die Strukturen im Gesundheitswesen veränderten, so Lauterbach. Er verfolge nicht den „klassischen deutschen Ansatz“, dass alles so bleiben müsse wie es ist – und man immer weiter Geld in ineffiziente Strukturen stecke.

Als ein Beispiel nannte er die Art und Weise, wie die Apotheken honoriert werden: „Die Apotheker haben ein mittlerweile in die Jahre gekommenes Abrechnungssystem, das es kleinen Apotheken schwer macht, über die Runden zu kommen.“ Betroffen seien insbesondere Apotheken, die viele Notdienste leisteten, etwa auf dem Land. „Große Apotheken, die viele teure Medikamente abgeben, verdienen sehr gut, ohne dass sie viel Beratung anbieten“, so Lauterbach.

Das wollen man ändern. Schon in den nächsten Tagen werde man Details vorstellen.

Weitere Beispiele seien die Klinikreform sowie insgesamt vier Digitalgesetze, darunter die beiden Gesetze, die morgen im Bundestag verabschiedet werden sollen, sowie die Reform der Gematik. Die mache eine „fantastische Arbeit“, solle aber stärker unter die fachliche Aufsicht des Bundesgesundheitsministerium (BMG) kommen. Viertes Vorhaben sei das Medizinforschungsgesetz als Teil der Pharmastrategie, die man gerade im Kabinett verabschiedet habe.

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