NRW-Gesundheitsminister

Laumann: So plötzlich stirbt man nicht an Corona APOTHEKE ADHOC, 09.03.2020 15:29 Uhr

Berlin - Der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) würde sich von den Bürgern mehr Gelassenheit im Umgang mit dem Coronavirus wünschen. Es sei so, „dass an diesem Virus so plötzlich keiner stirbt“ und die Bürger deshalb etwas mehr Geduld haben sollten. Mit dem Krisenmanagement der Regierung zeigt sich Laumann dagegen zufrieden. Für Spielabsagen in der Bundesliga will Laumann hingegen keine Verantwortung übernehmen.

Bürger, die die Befürchtung haben, sich mit dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 angesteckt zu haben, sollen sich lieber an Hotlines wenden, statt in die Arztpraxis zu gehen, riet Laumann am Sonntagabend in der Polit-Talkshow Anne Will. „Wir sagen allen Leuten, ‚Geht bitte nicht in die Arztpraxen, sondern telefoniert mit dem System. In meinem Bundesland haben die Kassenärztlichen Vereinigungen Riesen-Hotlines geschaltet, wo die Leute sich dran wenden können“, so Laumann. „Aber auch da wählt sich ja manch einer die Finger wund“, erwiderte ihm die Moderatorin – und weckte damit sichtlich des Ministers Unmut.

„Ja gut, aber ich sag Ihnen jetzt mal eins: Das ist natürlich vollkommen klar, manche Menschen finde das ja schon schlimm, wenn man da mal 10 oder 15 Minuten in der Warteschleife ist“, so ein sichtlich erregter Laumann. „Es ist ja so, dass an diesem Virus so plötzlich keiner stirbt und von daher finde ich, ist es auch nicht schlimm, wenn man mal ein bisschen in der Warteschleife ist. Wir sind in Nordrhein-Westfalen ein Land mit 18 Millionen Einwohnern. Da ist das nicht anders zu organisieren.“ Ziel sei es, möglichst viele Anrufe von den Arztpraxen wegzuhalten, um die Kapazitäten der Mediziner zu schonen.

Demnach können in Deutschland pro Tag ungefähr 20.000 Proben getestet werden, „dann sind die Laborkapazitäten am Ende“, so Laumann. „20.000 ist schon eine ganze Menge, in Nordrhein-Westfalen können wir zwischen 5000 und 6000 Proben pro Tag bearbeiten in unseren Laboren.“ Deswegen sei es wichtig, dass wirklich die Ärzte entscheiden, wer getestet wird.

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