Rechtliche Vorgaben

Kammer bremst Impf-Apotheken aus

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Berlin -

Die rechtlichen Voraussetzungen für die Impfungen in Apotheken sind gegeben und einige Teams können es gar nicht erwarten, endlich loszulegen. Doch die Landesapothekerkammern erweisen sich häufig als Bremsklotz, wie zum Beispiel eine Apothekerin aus Niedersachsen berichtet.

Die Apothekerin hatte alles für die nötige Selbstauskunft vorbereitet und dann bei der Kammer angerufen. Doch die Geschäftsstelle konnte noch keine Angaben machen, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen und in welchen Räumlichkeiten die Apotheker:innen impfen dürfen.

Dabei sollte das aus Sicht der Apotheke eigentlich kein Problem sein: Im Ort wird das Kurhaus schon seit Monaten als Impfzentrum benutzt und sogar von der Apotheke beliefert. Das Angebot könnte hier ausgeweitet werden, wenn die Apotheke mit einsteigen würde. Gleich mehrere Approbierte haben bereits die Schulung für die Grippeschutzimpfung absolviert und könnten sofort loslegen, allerdings nur Personen ab 18 impfen.

Darauf immerhin weist die Kammer in ihrem dreiseitigen Infofax hin, das gestern an die Apotheken verschickt wurde. Die Kammer verweist zudem auf die eigenen Schulungen: Zwölf Fortbildungsstunden à 45 Minuten müssen abgeleistet werden. Die Praxisseminare starten allerdings erst am 23. Januar. Die impfenden Apotheker:innen müssen zudem selbst gegen Masern geimpft sein, eine Hepatitis-Impfung muss zumindest angeboten werden.

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