Rheinland-Pfalz

Hasse: Alle Rezeptsammelstellen digitalisieren Lothar Klein, 20.02.2018 12:51 Uhr

Berlin - Nach Baden-Württemberg und dem Saarland soll in Kürze auch in Rheinland-Pfalz eine weitere digitale Rezeptsammelstelle in den Probebetrieb gehen: Der Landesapothekerverband sucht aktuell einen Standort und will nach und nach alle 80 Rezeptsammelstellen des Landes auf die neue Technik umstellen. Zudem pusht der Verband den Einsatz der neuen App „ApoJet“ zur digitalen Kommunikation zwischen Apotheke und Patient.

„Wie schon in anderen Bundesländern werden auch in Rheinland-Pfalz die behördlich genehmigten Briefkästen, die als Rezeptsammelstellen in ländlichen Regionen dienen, nach und nach gegen digitale Rezeptsammelstellen ausgetauscht werden“, kündigt der Apothekerverband an. Damit stehe der nächste Bereich der Digitalisierung fest, so Verbandschef Theo Hasse.

Für Hasse liegen die Vorteile der digitalen Rezeptsammelstelle auf der Hand: „Die ortsnahe Apotheke versorgt ihre Patienten nicht nur am eigenen Standort, sondern auch in abgelegeneren Ortschaften schneller, besser und effizienter als es irgendeine Versandapotheke je könnte. Geschwindigkeit und Nähe sowie persönliche und individuelle Beratung bei größtmöglicher Sicherheit – das sind die klaren Pluspunkte der Apotheke vor Ort!“

Die Ankündigung zur Umstellung der Rezeptsammelstellen ist Teil einer Digitalisierungsoffensive des Apothekerverbandes: Dazu gehört auch die neue App „ApoJet“, wie die digitale Rezeptsammelstelle ebenfalls entwickelt vom ARZ Darmstadt. Diese bringt laut Verband „Apotheken und Kunden noch enger zusammen“. Damit werde die Arzneimittelversorgung „noch kundenfreundlicher und schneller“, wirbt der Verband für die App. Diese sei speziell für die Bedürfnisse von Kunden und Patienten der Apotheke entwickelt worden. „Die App wird in den kommenden Wochen nach und nach zum Einsatz kommen und durch rheinland-pfälzischen Apotheken den Kunden und Patienten zur kostenfreien Nutzung angeboten werden“, so Hasse.

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