AMG-Novelle

ABDA: Wunschliste für Gröhe

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Berlin -

Die ABDA nimmt einen neuen Anlauf für eine bessere Vergütung für Apotheker: Die aktuelle AMG-Novelle (4. Gesetz zur Änderung arzneimittelrechtlicher und anderer Vorschriften) soll die nächste Chance für die alten Forderungen sein – Fixhonorar für Rezepturen, bessere BtM-Gebühr, Abschaffung der Importquote und vieles mehr. Dabei hakt die ABDA auch gleich einige ungeliebte Beschlüsse des Deutschen Apothekertages (DAT) ab.

Der Referentenentwurf für das Änderungsgesetz wurde Ende November vorgelegt. Geplant sind Anpassungen am Arzneimittelgesetz (AMG), an der Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO), am Heilmittelwerbegesetz (HWG), am Sozialgesetzbuch (SGB V) und an sechs weiteren Verordnungen.

Unter anderem sollen Rezepte, die ohne persönlichen Kontakt zwischen Arzt und Patient ausgestellt wurden, verboten werden. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfARM) soll schon beim Verdacht auf Fälschungen Rückrufe veranlassen dürfen. Im HWG wird klargestellt, dass nicht nur die Werbung für, sondern auch das Teleshopping selbst für Arzneimittel und ärztliche Behandlungen unzulässig sind. Für klinische Prüfungen sind Anpassungen an EU-Recht geplant.

Mit dem geplanten Verbot von Online-Rezepten ist die ABDA soweit zufrieden. „Wir begrüßen die Absicht, dass die Abgabe eines verschreibungspflichtigen Arzneimittels nur dann erfolgen darf, wenn das Rezept nach einem persönlichen Kontakt zwischen Arzt und Patient ausgestellt wurde“, kommentierte ABDA-Präsident Friedemann Schmidt. „So werden Geschäftskonzepte vereitelt, die unter Ausnutzung europäischer Sonderregelungen das Patientenwohl gefährden.“

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