BPI schreibt an Spahn

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Berlin -

Die Pharmafirmen fordern Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auf, sie ins Krisenmanagement einzubinden. Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) beklagt in einem Brief an Spahn fehlende Informationen.

„Wir möchten mit diesem Schreiben an Sie appellieren, die pharmazeutische Industrie aktiv mit einzubinden in Ihr Bemühen, wirtschaftliche und gesundheitliche Folgen des Virus und der zu treffenden Maßnahmen möglichst gering zu halten“, schreiben der BPI-Vorsitzende Dr. Martin Zentgraf und Hauptgeschäftsführer Dr. Kai Joachimsen.

Auch in Krisenzeiten sollte der Dialog mit allen Beteiligten erfolgen, um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen. Die Pharmaindustrie leiste als Kern der industriellen Gesundheitswirtschaft seit Jahren einen wesentlichen Beitrag zur flächendeckenden Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln und tue alles, was sie könne, um die Versorgung auch in diesen schwierigen Zeiten zu gewährleisten.

„Bisher ist beispielsweise kaum erkennbar, in welchem Umfang und auf welche Arzneimittel die Eingriffe geplant sind. Es bedarf auch gerade in diesen Zeiten eines engen Austausches, denn wir können die Lage nur gemeinsam meistern. Daher bitten wir auch im Namen der vielen Menschen, die täglich in Deutschland in unserer Industrie ihren Beitrag leisten, um Anerkennung und um eine Rückkehr zum aktiven und vertrauensvollen Dialog. Schlussendlich hilft dies allen Beteiligten.“

Die Pharmahersteller und ihre Mitarbeiter täten alles, um die Versorgung mit Arzneimitteln zu sichern. „Wir leisten damit einen Beitrag zur Sicherung der versorgungskritischen Infrastruktur. Die Unternehmen haben nicht nur die Produktion in relevanten Bereichen teilweise erhöht und dadurch Engpässe vermieden. Trotz Ausgangsverboten und täglichen Schreckensnachrichten stellen unsere Mitarbeiter motiviert die Produktion in den Betrieben sicher.“

Die vielfältigen aktuellen Herausforderungen in diesem Zusammenhang habe man bereits an die Fachabteilung des BMG gespiegelt. „Allerdings fordern wir an dieser Stelle auch eine aktive Einbindung der Pharmaindustrie bei den geplanten weitgehenden Maßnahmen vor allem mit gravierenden Eingriffen in die unternehmerischen Freiheiten im Rahmen der zügig geplanten Gesetzgebung zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite.“

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