GKV-Ausgabenanstieg abgemildert

BMG: Zusatzbeitragssatz bei 2,9 Prozent

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Berlin -

Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) hat den durchschnittlichen Zusatzbeitragssatz in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für das kommende Jahr auf 2,9 Prozent festgelegt. Damit seien die letzten massiven Steigerungen gestoppt, freut sich Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU). „Doch klar ist: Das kann nur ein erster Schritt sein.“

Damit bleibe der Satz auch 2027 stabil, so das BMG. Grundlage sei das Ergebnis des GKV-Schätzerkreises vom 14. Oktober, wonach die Ausgaben der GKV im kommenden Jahr langsamer steigen würden als zuletzt. Grund sei vor allem das GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz (BStabG), das die Kassen im kommenden Jahr um bis zu 19 Milliarden Euro entlasten soll.

Über den genauen Zusatzbeitragssatz entschieden jedoch die Krankenkassen selbst, ergänzt das BMG.

„Der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz ist in den vergangenen Jahren immer weiter gestiegen. Diese Entwicklung haben wir jetzt gestoppt. Davon profitieren die Versicherten genauso wie ihre Arbeitgeber. Doch klar ist: Das kann nur ein erster Schritt sein. Wir müssen strukturelle Probleme der gesetzlichen Krankenversicherung angehen. Dafür wird die zuständige Kommission noch in diesem Jahr weitere Vorschläge vorlegen“, so Linnemann.

Für mittel- und langfristige Strukturreformen in der GKV warte man nun auf die Vorschläge der Finanzkommission Gesundheit, die bis Ende 2026 vorliegen sollen.

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