Ministerrücktritt

Apotheker werden Guttenberg vermissen

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Der Rücktritt von Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) wird von den Apothekern mit Respekt und Bedauern zur Kenntnis genommen. 44 Prozent der Nutzer von APOTHEKE ADHOC finden die Entscheidung des ehemaligen Verteidigungsministers „konsequent, aber schade“. 34 Prozent finden den Schritt „konsequent und richtig“.

Eine Minderheit von 20 Prozent findet die Reaktion des einstigen Shootingstars der Christsozialen „übertrieben“. Dass nur 2 Prozent der Rücktritt egal ist, verwundert angesichts der großen medialen Aufmerksamkeit in den vergangenen zwei Wochen kaum. An der Umfrage nahmen am 1. März 565 Leserinnen und Leser von APOTHEKE ADHOC teil.

Guttenberg hatte am Morgen seinen Rücktritt von allen politischen Ämtern und somit auch vom Posten des Bundesverteidigungsministers bekannt gegeben. In seiner Erklärung sagte er, er gehe „nicht allein wegen meiner so fehlerhaften Doktorarbeit - wiewohl ich verstehe, dass dies für große Teile der Wissenschaft ein Anlass wäre“. Und weiter: „Der Grund liegt im Besonderen in der Frage, ob ich den höchsten Ansprüchen, die ich selbst an meine Verantwortung anlege, noch nachkommen kann.“

Den Zeitpunkt seines Rücktritts erklärte Guttenberg damit, dass er mit Herzblut an seinem Amt gehangen habe. Zudem habe er sich für diese schwerwiegende Entscheidung Zeit nehmen wollen - auch für die anstehende Reform der Bundeswehr. An der Klärung der Fragen hinsichtlich seiner Dissertation will sich Guttenberg beteiligen - staatsanwaltlichen Ermittlungen bezüglich urheberrechtlicher Fragen eingeschlossen.

Zum Schluss dankte Guttenberg „der großen Mehrheit der deutschen Bevölkerung, den vielen Mitgliedern der Union, meinem Parteivorsitzenden und insbesondere den Soldatinnen und Soldaten, die mir bis heute den Rücken stärkten, als Bundesminister der Verteidigung nicht zurück zu treten“. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel dankte der CSU-Politiker für ihre Unterstützung.

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