Mitgliederversammlung

Abgetaucht: Drängende Fragen an ABDA-Präsident

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„Die Politik der Nullinformation können wir uns nicht länger gefallen lassen“, heißt es. „Niemand weiß, was die ABDA in Berlin tut.“ Die Forderung nach höheren Beiträgen von Kammern und Verbände passe nicht zum Output der Berliner Zentrale. Als ein Beispiel wird der Heilberufeausweis angeführt: Bei „Medisign“ können sich andere Heilberufe bereits anmelden, nur die Apotheker nicht. Warum? Wie steht es mit dem Anschluss der Apotheken an die Telematik-Infrastruktur, will man wissen. Der DAV hat sich mit dem GKV-Spitzenverband über die Finanzierung geeinigt. An der Basis weiß man nichts darüber, wie viel Geld die Apotheker für den Kauf der neuen Konnektoren erhalten werden.

Außerdem haben einige Mitgliedsorganisationen den Eindruck, dass engagierte politische Lobbyarbeit auf Landesebene bei der ABDA in Berlin nicht erwünscht ist. Es gebe weder Unterstützung noch Rückkopplung mit Berlin. Abstimmungsversuche laufen ins Leere, hört man. Auf E-Mails reagiert die ABDA nicht. „Closed Shop im Lindencorso, ich bin erstaunt, in welchem Seelenfrieden die ABDA vor sich hin werkelt“, wundert sich ein Verantwortlicher.

Kritik gab es aus den Mitgliedsorganisationen auch zur Kommunikation der ABDA bezüglich des Honorargutachtens von 2hm. Die bestand in erster Linie nämlich aus Schweigen – auch gegenüber den Kammern und Verbänden. Der Grundgedanke im Apothekerhaus: Im Koalitionsvertrag wurden die Apotheker nur im Zusammenhang mit dem Sicherheitssystem Securpharm und dem Rx-Versandverbot erwähnt, von einer Honorarreform war keine Rede. Die wollte man nicht über eine Befassung mit dem Honorargutachten lostreten.

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