Mitgliederversammlung

ABDA: Spahn stellt Pläne persönlich vor

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Berlin -

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sucht den direkten Draht zu den Apothekern: Auf der ABDA-Mitgliederversammlung will er den Standesvertretern seine Pläne zur Weiterentwicklung des Arzneimittelversorgungssystem persönlich vorstellen, wie die ABDA mitteilt. Dafür wird die Versammlung verschoben.

Am 11. statt wie bisher geplant am 5. Dezember soll die ABDA-Mitgliederversammlung nun abgehalten werden. Später, aber dafür personell deutlich aufgewertet: Der Minister habe „den Wunsch geäußert, der Apothekerschaft seine Vorstellungen zur Weiterentwicklung des Arzneimittelversorgungssystems im direkten Austausch vorzutragen“, heißt es aus der ABDA. Ursprünglich war erwartet worden, dass Spahn seine Pläne im Vorfeld der Mitgliederversammlung publik macht und diese dann zu ihrer Haltung zum Gesetzesvorhaben abstimmt.

Bisher hat Spahn noch nicht offiziell verkündet, was er vorhat. Im Gespräch ist ein 350 Millionen Euro großer Strukturfonds, aus dem eine Grund- oder Servicepauschale an alle Apotheken gezahlt wird. Darüber hinaus seien Strukturzulagen für Apotheken, die für die flächendeckende Versorgung notwendig sind, geplant.

Verworfen wurde offenbar der Vorschlag, den Kassenabschlag von derzeit 1,77 Euro pauschal um 50 Cent zu kürzen. Dies würde große Apotheken zu stark begünstigen. Außerdem würden davon auch die Versandapotheken profitieren. Ausländische Versandapotheken sollen hingegen keine Mittel aus dem Strukturfonds erhalten können. Im Ergebnis führt dies zu einer besseren Honorierung für inländische Apotheken. Anscheinend haben die ausländischen Versender signalisiert, dass sie mit einem solchen Strukturtopf einverstanden sind und darin keine Ungleichbehandlung sehen.

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