Steigerung fällt niedriger aus

1,1 Milliarden Euro mehr für Ärzte

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Berlin -

Ärztinnen und Ärzte bekommen 1,1 Milliarden Euro mehr für ihre Leistungen. Der Bewertungsausschuss, bestehend aus jeweils drei Vertreterinnen und Vertretern der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und des GKV-Spitzenverbandes, hat in den jährlichen Finanzierungsverhandlungen eine Erhöhung des Orientierungswertes um 2,2 Prozent beschlossen.

Der Orientierungswert, nach dem sich die Preise für alle vertragsärztlichen und psychotherapeutischen Leistungen berechnen, erhöht sich im Jahr 2027 um 2,2 Prozent. Er liegt damit bei 13,0207 Cent. Insgesamt fließen damit im kommenden Jahr in die ambulante Versorgung mehr als 50 Milliarden Euro.

2026 war der Orientierungswert um 2,8 Prozent gestiegen, 2025 sogar um 3,85 Prozent und damit um 1,7 Milliarden Euro.

Stefanie Stoff-Ahnis, stellvertretende Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes: „Unser diesjähriger Verhandlungsabschluss für das Jahr 2027 sorgt trotz schwieriger Rahmenbedingungen für einen fairen Honoraranstieg für die Ärztinnen und Ärzte in der ambulanten Versorgung.“ Mit einem Plus von 1,1 Milliarden Euro würden die Leistungen der Ärzteschaft weiterhin auf einem hohen Niveau vergütet. „Das Ergebnis ist ein positives Signal, dass die gemeinsame Selbstverwaltung gerade auch in schwierigen Zeiten Verantwortung übernimmt und gut funktioniert.“

Der Orientierungswert bestimmt den Preis für ärztliche und psychotherapeutische Leistungen; umgesetzt werden muss dies auf Landesebene.

Seit der Festlegung für 2025 werden auch die Tarifverträge der Medizinischen Fachangestellten (MFA) bei den Verhandlungsergebnissen berücksichtigt, um Arztpraxen in der angespannten Personalsituation zeitnah zu entlasten.

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